Septemberkraut – Kapuzinerkresse

Schmackhaft und zugleich ein mildes Antibiotikum, das ist die „Pflanze der Liebe“, die „blutrote Blume aus Peru“. Als traditionelle Heilpflanze nutzten schon die Inkas die Kapuzinerkresse. Heute ist die aus Peru stammende Pflanze ein beliebtes Ziergewächs in vielen Gärten. Sie bringt Feuer und gute Laune in den Garten oder auf den Balkon. Denn wenn man sie so inmitten der anderen Kräutern sieht, trumpft sie auf mit ihren feuerroten- und gelben Blüten und sie kann ganz schön groß werden, je nachdem, welche Sorte man zu sich geholt hat. In der Welt der Gärtner firmiert dieses Kraut, das an heißen Sommerabenden kleine, feurige Funken auszusenden vermag – so weiß es ein Pflanzenmärchen -, als „Tropaeolum“. Dieser seltsame Name leitet sich von einem griechischen Wort ab, das ein antikes Siegessymbol bezeichnete: Ein Gerüst, das mit Waffen besiegter Gegner behängt war. Carl von Linné, den „alten Schweden“ der die Namensgebung von Pflanzen revolutionierte, erinnerte die Formen der Blätter an Schilde und die der Blüten an Helme. Die Blüten sind etwa fünf Zentimeter groß und ausgesprochen dekorativ. Am hinteren Ende haben sie einen Sporn, der ein wenig an die Kapuzen von Mönchskutten erinnert. Diese Sporne haben der Pflanze den Namen Kapuzinerkresse eingebracht.

Dass man die Kapuzinerkresse essen kann, ist inzwischen vielen bekannt. Aber nicht nur die Blüten, sondern auch ihre Blätter, Knospen, Samen und ihre Stängel sind essbar. So gibt es viele leckere Varianten für Kapuzinerkresse Rezepte, auch wenn die Blüten noch auf sich warten lassen. Die Pflanze verleiht Speisen eine angenehme Schärfe ähnlich wie Kresse, Meerrettich, Radieschen und Senf. Hervorgerufen wird die Schärfe durch Senföle, die in der Pflanze eigentlich eine Schutzfunktion einnehmen und die erst dann entstehen, wenn wir dieses Kräutlein schnabulieren. Sie sind es auch, die das Wachstum von Viren, Bakterien und Pilzen hemmen.

Inzwischen ist es hieb- und stichfest belegt: Natürliche Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sind bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso wirksam wie synthetische Mittel – und das ohne Nebenwirkungen!

Beeindruckend sind die Heilkräfte der Kapuzinerkresse hier habe ich einfach mal das Wichtigsten aufgelistet:

  • Sie fördert die Verdauung, kann Verstopfung bekämpfen.
  • Sie kann leicht erhöhte Cholesterinwerte senken.
  • Sie wirkt blutreinigend.
  • Die „Salatblume“ kann Keime abtöten. Daher nennt man sie auch das Antibiotikum aus dem Garten.
  • Sie ist eines der besten Naturmittel, um eine beginnende Erkältung abzuwehren, denn die Heilpflanze kann auch Viren bekämpfen und Gifte aus dem Körper abtransportieren.
  • Die Kapuzinerkresse hat auch bei Müdigkeit eine stark belebende Wirkung.
  • Sie reinigt Nieren und Galle und fördert den Aufbau der Darmflora, der Welt der positiven Bakterien im Darm.
  • Die „Blumenkresse“ liefert reichlich Vitamin C und A sowie alle aus der Gruppe der B-Vitamine, außerdem: Kalium, Calcium, Eisen und Phosphor. Besonders interessant sind die sanften Jod-Gaben, die für diejenigen wichtig sind, die Schwierigkeiten mit ihrer Schilddrüse haben.
  • Kapuzinerkresse kann darüber hinaus das, was herkömmliche Kresse nicht kann: Sie versorgt uns mit dem Spurenelement Chrom. Und Chrom steuert das Satt-Sein. Wer abnehmen will, sollte jeden Tag 3 gehäufte Esslöffel kleingeschnittene Blätter von der Kapuzinerkresse konsumieren – etwa auf einem Brot mit ganz wenig Butter. Sie sind dann mit weniger Essen schneller satt.
  • Und sie hat eine tolle Eigenschaft: sie wirkt gegen einige Pilze. Sprosspilze und andere Candida-Spezies mögen sie gar nicht und reagieren hochempfindlich.

Bei übermäßigen Verzehr jedoch, kann es zu Magen-Darm-Reizungen kommen, vermutlich verursacht durch die Senföle. Ich selber konnte aber noch nichts davon wahrnehmen trotz längerem Gebrauch. Aber sind wir mal ehrlich, auf chemische Medikamente reagiert unser Körper auch oft mit Sodbrennen und dann wird oft einfach ein Zusatzmedikament gegen dieses neue Symptom verschrieben.

Gott befohlen und herzlichst – Ihr Pater Gerhard.