Gottesdienste im März

Mittwoch,     09. März, 18°° Uhr: Vesper mit gemeinsamer Feier der Umkehr und Versöhnung im Brunnenhof

Sonntag,        13. März, 11°° Uhr: Hl. Messe in der Abtei St. Severin zum Ostermarkt

 Freitag,          18. März, 18°° Uhr: Kreuzwegandacht im Brunnenhof

Sonntag,       20. März, 10:30Uhr: Feier des Palmsonntag  in der Hofkapelle Ragenreute

Donnerstag, 24. März, 18°° Uhr: Gründonnerstag einmal anders – wir feiern die Pessach Haggadah und bitten um Anmeldung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Freitag,          25. März, 15°° Uhr: Liturgie vom Karfreitag in der Hofkapelle Ragenreute

26./27. März: Feier der österlichen Tage in der Abtei St. Severin.

 Montag,         28. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe in der Hofkapelle Ragenreute zum Emmaus-Gang

Die „von Lauch“ – Mein Kraut im März

Zwei aus der Familie derer von „Lauch“ …

… will ich Ihnen heute näher bringen. Und die finden sich ganz weit oben auf meiner „Wirksamkeits-Liste“ der „heilsamen Nahrungsmittel“. Es sind dies die „Edlen“ mit den Vornamen „Knob-“ (Knoblauch, Allium sativium) und „Bär-“ (Bärlauch, Allium ursinum). Es ist bald soweit. Zeitig im Frühjahr spitzelt das zarte Grün der Bärlauchpflänzchen durch das alte Laub der Buchen. Mit der Zeit ist im Schlosspark zu Krauchenwies und an vielen Stellen in unseren Wäldern alles übervoll davon. Noch ist die Luft nicht schwanger vom typischen Bärlauchduft. Der wird sich erst im Juni einstellen, kurz bevor das Grün wieder verschwindet.

Von manchen Zeitgenossen höre ich, dass der Bärlauch, wenn er dann zu blühen beginnt, giftig wird. Das ist völliger Nonsens! Was gut und hilfreich ist – wie soll es plötzlich schädlich werden? Richtig ist, dass dann, wenn sich die wunderschönen Blütensterne zeigen, das Laub fad und fest wird. Die ganze Kraft der Pflanze ist nun in die Blüten gestiegen. (Probieren Sie die kleinen Blüten an Salat, auf Suppen … und Sie werden begeistert sein!) Und ist’s dann ausgeblüht versammelt sich die Wirkmacht in den kleinen grünen Samenständen, die ebenfalls eine Delikatesse sind. (Süß-sauer eingemacht gibt es einen leckern Kapern-Ersatz.) Und auch die Zwiebelchen haben es in sich.

Ein Wort zur Verwechslungsgefahr: Der Herrgott hat uns Sinne und Werkzeuge geschenkt, mit denen „die Geister“ unterschieden werden können. Das Auge, die Nase und die „Herrgotts-Gabeln“, meine Hände. Nur der Bärlauch verströmt nach dem Abbrechen des Stängels den typischen Duft, der ganz anders ist, als der von Maiglöckchen oder dem Grün der Herbstzeitlose.

Mit dem heimischen „wilden Lauch“ lassen sich alle Bärenkräfte wecken, die in uns schlummern. Bärlauch ist eine „Eisenpflanze“. Wer an Eisenmangel leidet, bzw. bei wem die Eisenaufnahme gestört ist, hat mit ihm einen wirkmächtigen Einschleuser gefunden. Diese Kräfte finden sich auch in der Kulturvariante, die aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum zu uns gekommen ist, dem KNOBLAUCH (Allium sativum). Wer diesen aber nicht verträgt soll sich vertrauensvoll an die heimische Art wenden, den „Ramsen“, „Waldlauch“, die „Hexenzwiebel“ oder den „Zigeunerlauch“, wie der Bärlauch im Volksmund genannt wird.

Beide verfügen über das Herz schützende Eigenschaften und haben eine abwehrsteigernde und antiseptische Wirkung. Und nicht zu vergessen: sie verschaffen einem Platz und Raum! Sie enthalten die Schwefelverbindung Alliin, die „bei Gebrauch“ in das äußerst gesunde Allicin umgewandelt wird. Zahlreiche Verbindungen hemmen die Blutgerinnung, sorgen für einen gleichmäßigen Blutfluss und bekämpfen effektiv Erkältungen und andere Infektionen. Neueste Forschungsergebnisse legen den Schluss nahe, dass im Knoblauch enthaltene Verbindungen Zellveränderungen im Körper verhindern, die Krebs verursachen könnten. Zum „Gestank“ ist anzumerken: je mehr der Knoblauch stinkt, desto besser wirkt er! Und wie bereits gesagt: das ist’s was mir Platz verschafft!

Grüner Tee, Petersilie und Koriander haben die Fähigkeit, den Geruch zumindest ein wenig zu unterdrücken.

Nun aber: Guten Appetit und gesunden Genuss.

Gott befohlen und herzlichst,

Ihr Pater Gerhard