Christ-Katholische Kirchentage in Ebenweiler

Herzliche Einladung

zur Priesterweihe und Primiz in Ebenweiler am 13. und 14. August.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!

 Unser Bischof Dr. Roald Nicolai Flemestad wird am 13. August im Sonnenhof zu Ebenweiler die Priesteramtskandidaten der Christ-Katholischen Kirche in Deutschland Dr. Daniel Gerte (Warstein), rechts im Bild,  und Klaus Klein (Bogen) zu Priestern weihen. Dr. Daniel Gerte promovierte, nach seinem Theologiestudium in Paderborn, an der Hochschule der Jesuiten St. Georgen in Frankfurt und arbeitet heute als Lehrer an einem Gymnasium in NRW. Er wird zukünftig für den Gemeinde-aufbau in Westfalen zuständig sein. Klaus Klein begann seine theologischen Studien mit dem Würzburger Fernkurs und bildete sich über Seminare in Notfallseelsorge (Freising), am altkatholischen Seminar der Universität Bonn, sowie durch ein religionswissenschaftliches Masterstudium der Universität Salzburg weiter. Er leitet eine Firma für Rettungstechnik und ist als Notfallseelsorger beim BRK für die Bezirke Niederbayern und Oberpfalz zuständig.

 Die Feierlichkeiten begleitet eine internationale Theologenbegegnung der „Union von Scranton“ (inklusive Ausflug zum Bodensee) mit Gästen aus Norwegen, Schweden, Italien und Frankreich. Die Primizmesse der beiden fällt mit dem „Bildwiesenfest“ zusammen und wird im Brunnenhof / St. Andreas stattfinden.

Nachfolgend finden Sie das Programm dieser drei Tage, wir laden Sie ein, daran teilzunehmen.

Gott befohlen und herzlichst  Ihr Diakon Br. Friedrich Hartmann & Ihr P. Gerhard Seidler

 PROGRAMM des Kirchentreffens 2016 in Ebenweiler

Freitag, 12. August:

  • 9°° Uhr Morgenlob – Laudes im Brunnenhof
  • 11:30 Uhr: kleiner Imbiss (Brezeln & Wüstchen) im Brunnenhof
  • 12 Uhr: Ausfahrt an den Bodensee: Birnau, Wallfahrtskirche und Barockjuwel; Kaffee und Kuchen im Berggasthof „Höchsten“
  • 17°° Uhr: eucharistische Anbetung im Brunnenhof
  • 19°° Uhr: Diakonenweihe im Sonnenhof – anschließend Imbiss im Gasthof Adler: Wurst-Salat-Variationen

Samstag, 13. August:

  • 9°° Uhr Morgenlob – Laudes im Brunnenhof, Gespräche …
  • 12°° Uhr: Priesterweihe im Sonnenhof – anschließend

Imbiss im Gasthof Adler: Gulasch-Suppe und Minestrone

  • Nachmittags: Gespräche, Rekreation …
  • Ab 16°° Möglichkeit zur Teilnahme am Programm zum Bildwiesenfest im Brunnenhof: Kräuterbuschen-Binden
  • 18°°: Vesper-Gottesdienst im Brunnenhof
  • Danach, ab 19°° Uhr, gemeinsames Fest: Grillen und Entspannen. Unterhaltung mit dem Barden „Arno von der Biegenburg“.

Sonntag, 14. August:

  • 9°° Uhr Morgenlob – Laudes im Brunnenhof
  • 10°° Uhr: Primiz-Gottesdienst mit Kräuterweihe im Brunnenhof
  • gemeinsamer Mittagstisch vom Freundeskreis Bildwiesen angeboten; Zeit für Gespräche, zum Austausch,
  • Möglichkeit zur Teilnahme an Pater Gerhards Kräuterexkursionen, Kaffee und Kuchen, Bier, Wein und Limonade
  • Ende der Veranstaltung gegen 17°° Uhr.

Um besser planen zu können, bitten wir: Teilen Sie uns mit an welchen Programmpunkten, an welcher gemeinsamen Mahlzeit Sie teilnehmen wollen.

AUS DER TEILNEHMERLISTE

Aus Norwegen: Bischof Dr. Roald Nicolai Flemestad und seine Frau Kirsten,  Fr. Ottar Mykael Myrseth. Aus Schweden: Dr. Magnus Sterner, P. Franciscus Urban. Aus Frankreich: Abbé Alexandre Nevejans. Aus Italien: Davide Mosenta. Nahezu der gesamte Klerus der Christ-Katholischen Kirche in Deutschland: Generalvikar und Pfarrer Klaus Mass, Dr. Thomas Doell, Dr. Frederik Herzberg, Abt Michael Maier OPR, Diakon Dietholf Schröder, Diakon Franz Schömer, die Mitbrüder aus der Abtei St. Severin: Br. Georg und Br. Maximilien. Die Angehörigen, Freunde und Bekannten der Weihekandidaten: Familie Gerte aus Warstein, Familie Klein aus Bogen. Der Bürgermeister der Stadt Bogen und Vizepräsident des Bezirkstags Franz Schedelbauer. Vertreter des Bayrischen Roten Kreuzes (Jürgen Zosel und Dieter Hauenstein). Der Bundespolizeiseelsorger Pater Dr. Gabriel Wolf OPraem, und manche mehr …

Unsere Gottesdienste im August

Freitag,               05. August, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Sonntag,             07. August, 10:30 Uhr: Hl. Messe in der

Hofkapelle Ragenreute

12.-14. August: KIRCHENTAGE IN EBENWEILER

mit Bischof Dr. Roald Flemestad und Teilnehmern aus Norwegen, Frankreich, Italien, Ungarn und aus allen christ-katholischen Gemeinden Deutschlands und BILDWIESEN.KRÄUTERFEST zu Maria Entschlafung:

  • Freitag, August, 9°° Uhr:
    • Morgenlob – Laudes im Brunnenhof
  • Freitag,     August, 17°° Uhr:
    • Eucharistische Anbetung im Brunnenhof
  • Freitag,       August, 19°° Uhr:

Diakonenweihe im Sonnenhof

  • Samstag, August, 9°° Uhr:

Morgenlob – Laudes im Brunnenhof

  • Samstag, August, 12:00 Uhr:
    • Priesterweihe der beiden Kandidaten im Sonnenhof
  • Samstag,
    • August, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof
  • Sonntag, August, 9°° Uhr:
    • Morgenlob – Laudes im Brunnenhof
  • Sonntag, August, 10:00 Uhr:
    • Priminzgottesdienst der beiden Kandidaten mit Primiz- und Kräutersegen im Brunnenhof

Samstag,        20. August:

Hochzeitmesse Rosi Wohlhüter und Gerhard Wagner in Heiligkreuz am Großglockner

Vom 24.-29. August sind wir auf dem Klostermarkt in Dalheim,

dort werden wir zum zweiten Mal das Marktgeschehen mit geistlichen Impulsen anreichern.

Pater Gerhards Termine im August

Montag,    1. August,  18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100. Themenschwerpunkt: Verveine – ein Sommernachtstraum!

Mittwoch, 3. August, 19°° Uhr: Die „Hohe Zeit“ der Kräuterente. Der Frauendreißiger. Vortrag im Gasthof Adler.

Montag,    8. August,  18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

BILDWIESENFEST IN EBENWEILER

Samstag, 13. August, 16°° Uhr: Das Brauchtum rund um den Kräuterbuschen zu Maria Entschlafung,

Sonntag, 14. August, 13°° Uhr, stündlich bis 17°° Uhr. Kräuterexkursionen.

Montag,    15. August,  18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Mittwoch,  17. August, 18°° Uhr: 18°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten im „Kreuz“ zu Mattenhaus, mit anschließendem Kräutermenü zum Kraut des Monats: Lavendel. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07524-97570

Donnerstag, 18. August, 18°° Uhr: Die „Hohe Zeit“ der Kräuterente.

Der Frauendreißiger. Ein Vortrag im, Landgasthof „Zur Sonne“ in Leupolz. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07506-9516940

Montag,    22. August,  18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Dienstag,  23. August, 17°° Uhr: Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus in Überlingen, Rauensteinstraße 140

Montag,    29. August,  18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Kraut des Monats: die Karde

Wild und bewehrt kommt sie uns entgegen, die „Wilde Karde“ (Dipsacus fullonum / Dipsacus sylvestris). Der Name „Dipsacus“ kommt aus dem griechischen „dipsa“ und meint „Durst“. Nach einem Regenguss sammelt sich in den Trichtern der Stängelblätter Wasser. Eine Labsal für Vögel oder durstige Wanderer.

Zweijährig ist diese krautige Pflanze. Mannshoch mit stachligen Stängel und über und über mit spitzen, wehrhaften Spitzen übersät – so prägt sie sich uns ein. Die Grundblätter sind kurzgestielt und in einer Rosette angeordnet. Die kreuzgegenständigen Stängelblätter sind in der Basis paarweise zusammengewachsen und am Rand gekerbt.

Die „Weber-Karde“ enthält, für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, das Glykosid Scabiosid, Terpene, Kaffeesäureverbindungen, organische Säuren, Glucoside und Saponine.

In der Antike und im Mittelalter wurden Zubereitungen aus der Wurzel der Karde äußerlich bei Schrunden und Warzen verwendet. Das Wasser, das die Karde zum Wohl der Wanderer in ihren Blattkelchen sammelt, galt als Schönheits-Elixier erster Wahl! Die Frau von Welt nutzte es äußerlich als Wundertonikum für eine glatte Haut.  In der Volksheilkunde wird die Wurzel gegen Gelbsucht und Leberbeschwerden, Magenkrankheiten, kleine Wunden, Gerstenkörner, Fisteln, Hautflechten und Nagelgeschwüre empfohlen. Nicht nur die Wurzel, nein, auch die wehrhaften Blätter wurden bei einer Vielzahl von Beschwerden verwendet. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wurden Kardenblätter zusammen mit Essig auf den Bauch gelegt, um Durchfälle zu behandeln. Außerdem wurde es bei Gelbsucht („Es heylet und vertreibet auch alle gelbe / braune Flecken unter den Augen“) und bei Mundfäule verwendet.

Getrocknete Pflanzen liefern einen wasserlöslichen Farbstoff, der als Ersatz für Indigo galt.

Die stacheligen Blütenköpfe wurden in der „guten alten Zeit“ von Webern zum Aufrauen von Wollstoffen benutzt. Heutzutage kennen wir die getrockneten Blütenköpfe vor allem als floristische Zutat von Allerheiligen-Gestecken.

Und doch: auch heute werden Blätter und Wurzeln sowohl bei inneren als auch äußeren Beschwerden verwendet. Hauptsächliche Anwendungsbereiche sind Erkrankungen und Beschwerden der Verdauungsorgane und die Wundheilung. In der Signaturlehre wurde das derbe Blatt wird zum Symbol für unreine Haut mit allen nur denkbaren Krankheitsbildern. So wird die zur Paste verarbeitete stachlige Grünmasse zum Segen bei diverse Hautkrankheiten wie Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis und Co.

Viele der Krankheiten und Beschwerden, für die die Karde in der Volksmedizin von Bedeutung war, sind wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht worden, so dass konkrete schulmedizinische Beweise für deren Wirksamkeit ausbleiben. Nachvollziehbar ist es jedoch, dass die wilde Karde aufgrund ihrer Inhaltsstoffe entzündungshemmende, harntreibende, schweißtreibende und antioxidative Eigenschaften aufweist.

Die Kardenwurzel kann man als Tinktur oder Tee gegen Borreliose einsetzen, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt oder auch begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung. Dazu sollte sich dann eine „Überhitzungstherapie“ gesellen: Zweimal wöchentlich muss der geschundene Körper ein künstliches Fieber über sich ergehen lassen. Sechs Monate dauert diese Prozedur.  Der Einsatzzweck der Karde gegen Borreliose ist hochinteressant, denn naturheilkundliche Methoden gegen diese Krankheit sind rar und selbst Antibiotika können oft nicht helfen.

Die Kardenwurzel soll auch generell eine Stärkung des Immunsystems bewirken.

Ein gesunder Lebenswandel, ein Leben aus der inneren Mitte heraus ist ganz allgemein förderlich für alles, was uns aus „Gottes grüner Apotheke“ zukommt, zuwächst.

Gott befohlen und herzlichst – Ihr Pater Gerhard.

Unsere Gottesdienste im Juli

Freitag,          08. Juli, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Freitag,          15. Juli, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Samstag,       16. Juli, 19°° Uhr: Hl. Messe in der Hofkapelle Ragenreute

Freitag,          22. Juli, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Sonntag,       24. Juli, 11°° Uhr: Hl. Messe in der Abtei St. Severin

Freitag,          29. Juli, 19°° Uhr: Vesper mit Krankensalbung im Brunnenhof

Sonntag,       31. Juli, 10:30 Uhr: Hl. Messe in der Hofkapelle Ragenreute

ZUM VORMERKEN:

 1) „KIRCHENTREFFEN IN EBENWEILER“

 Vom 12.-14. August werden unser Bischof, Dr. Roald Nicolai Flemestad, seine Frau und Kirchenmitglieder aus Norwegen, Schweden, Frankreich, Italien und der Christ-Katholischen Kirche in Deutschland, insgesamt so um die 40 Personen, bei uns in Ebenweiler zu Gast sein. Unser Bischof wird Dr. Daniel Gerte aus Warstein und Klaus Klein aus Bogen im Dorfgemeinschaftshaus „Sonnenhof“ zu Diakonen und zu Priestern weihen.

Am Sonntag, den 14. August werden die beiden Neupriester ihren Primiz-Gottesdienst im Rahmen des Bildwiesenfestes mit Kräuterweihe im Brunnenhof feiern. Schon heute seid Ihr alle recht herzlich dazu eingeladen. Wir freuen uns über Kuchenspenden und Eure aktive Teilnahme. Das genaue Programm werden wir Anfang August veröffentlichen.

2) WALLFAHRT unserer Kirche nach „14-Heiligen“ am Samstag, den 17.9.

Pater Gerhards Termine im Juli

Montag,         4. Juli, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100. Themenschwerpunkt: Basilikum und Thymian.

Mittwoch,       6. Juli, 19°° Uhr: „Fit durch den Sommer“. Ein Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Donnerstag, 7. Juli, 9°° Uhr: Schwäbische Landfrauen zu Gast im Brunnenhof

Samstag,       9. Juli, 10°°-16°° Uhr: Kräuter-Tagesseminar in Wüstenrot – abgesagt

Montag,         11. Juni, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Dienstag,      12. Juli, 17°° Uhr: Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus in Überlingen, Rauensteinstraße 140

Samstag,       16. Juli, 10°°-16°° Uhr: „Ora et labora“ ein Kräuterintensivtag im BRUNNENHOF.

Montag,         18. Juli, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Mittwoch,       20. Juli, 18°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten im „Kreuz“ zu Mattenhaus, mit anschließendem Kräutermenü zum Kraut des Monats: Basilikum. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07524-97570

Donnerstag, 21. Juli, 18°° Uhr: Blüten zum Essen? – Echt gut! Ein Vortrag im, Landgasthof „Zur Sonne“ in Leupolz. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07506-9516940

Montag,         25. Juli, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten mit anschließendem Kräuterbuffet. Notwendige Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Dienstag,      26. Juli, 18°° Uhr: Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus in Überlingen, Rauensteinstraße 140

Mittwoch,       27. Juli, 19°° Uhr: Winnetou lässt grüßen – Kräuter aus der Neuen Welt. Ein Vortrag im Brunnenhof.

Donnerstag, 28. Juli, 19°° Uhr: Mit Kräutern fit durch den Sommer. Vortrag in der Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung direkt unter: 07576-1854

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Betrachtungen über die Rose

Die Rose / Rosa. „Unter der Rose gesagt“: das sind Gedichte von Hans-Günther Saul, Gedichte der Scham, der Verschwiegenheit und des Gottvertrauens. „La vie en rose“, französisch für „Das Leben in Rosa“. Unnachahmlich besingt Édith Piaf in diesem 1945 geschriebenen Chanson die Gefühle einer verliebten Person, die ihrem Geliebten nahe und daher glücklich ist: „Wenn er mich in seine Arme nimmt, wenn er leise mit mir spricht, dann bin ich im siebten Himmel.“ Ein Gefühlsreigen, der immer schon mit der Rose, der „Pflanze der Sinnlichkeit“ in Verbindung gebracht wird.

Gärtner unterscheiden zwischen Wild- und Kulturrosen. In der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnet, werden Rosen seit mehr als 2000 Jahren als Zierpflanzen gezüchtet. Das aus den Blütenblättern gewonnene Rosenöl ist ein sündhaft teures Elixier und weit mehr als nur ein wichtiger Grundstoff für die Parfumindustrie.

Einer uralten Überlieferung nach soll die ROSE einst von der ersten Morgenröte auf Erden zurück geblieben sein. Von da an war sie das Attribut der jeweiligen Liebesgöttin.  Ihrer Anmut, ihres Wohlgeruchs und der zarten Blüten wegen avancierte sie bald zur „Königin der Blumen“. Bereits zur Blütezeit der ägyptischen Pharaonen galt sie als Universalheilmittel.

Hildegard von Bingen berichtet in ihrer „Physica“ über sie:

Die Rose ist kalt, und diese Kälte hat eine nützliche Mischung in sich. Am frühen Morgen … nimm ein Rosenblatt, lege es auf deine Augen. Es zieht den Saft, die Triefen, heraus und macht sie klar. … Und wer jähzornig ist, der nehme eine Rose und weniger Salbei und zerreibe es zu Pulver. Und in jener Stunde, wenn der Zorn ihm aufsteigt, halte er es an seine Nase. Denn der Salbei tröstet, die Rose erfreut. Rose werde genommen und die Hälfte davon Salbei unter Beigabe von frischem Fett, das zerlassen ist … damit daraus Salbe werde, und wo der Mensch vom Krampf oder von der Lähmung geplagt wird, dort soll er gesalbt werden, und es wird ihm besser gehen. Aber die Rose ist auch gut zu Tränken und zu Salben und zu allen Heilmitteln, wenn sie ihnen beigefügt wird, und sie sind umso besser, wenn ihnen etwas von der Rose beigefügt wird.“

Heutzutage gilt gesichert, dass in ihren Früchten, den Hagebutten, Fruchtsäuren, ein wahrer Vitamin-Cocktail, und eine breite Auswahl an Mineralstoffen enthalten sind. Dadurch wirken sie schwach abführend, harn- und schweißtreibend. Die Blüten betören durch kostbares ätherisches Öl. Außer der sinnlichen Komponente entfaltet sich, dank dem enthaltenen Geraniol, eine beachtliche antibiotische Kraft.  6000 Kilogramm Rosenblüten müssen gesammelt und destilliert werden, um einen Liter dieser kostbaren Substanz zu erhalten. Ätherisches Rosenöl besteht aus abertausenden Bestandteilen, von denen erst einige hundert analysiert worden sind. Ein Zauber, ein Geheimnis überlagert diesen Duft. Aber auch die vielen Gerbstoffe sind hilfreich. Sie wirken entzündungswidrig, wundheilend, pilzfeindlich, blutreinigend, antiallergisch, den Blutfluss hemmend und die Stimmung aufhellend.

So gesehen ein „Gedicht für jede Frau“! Die Rose gilt als Venusblume nicht nur für die Vagina. Und – : Männer wie Frauen profitieren von ihrem frohmachenden Wesen.

Stöbern wir noch etwas in der Geschichte. Die Heckenrose, als „Friggas Dorn“ der mütterlichen Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin heilig, besaß Zauberkraft. Aus Dankbarkeit für den Beistand bei schweren Geburten vergruben nach gutem Verlauf Hebammen die Nachgeburt unter einem Rosenbusch. Der sagenhafte „Rosengarten“ des Zwergenkönigs Laurin war nichts anderes als eine blumige Umschreibung für Kampf, Blut, Tod und Untergang auf dem Schlachtfeld. „Rosen“ nannte man die durch ein Schwert geschlagenen Wunden und ebenso bezeichnete man besonders gute und wertvolle Schwerter. Die Rose steht für viele Geheimnisse. „Was wir hier kosen, bleibt unter den Rosen.“ Sub rosa dictum verpflichtete zur absoluten Vertraulichkeit. Papst Hadrian ließ deshalb mit Rosenschnitzereien Beichtstühle verzieren. Verbindet man jeweils die Spitzen der übernächsten Kelchblätter einer Rose miteinander, erhält man den Drudenfuß, das Pentagramm. Dieses uralte Zauberzeichen stand für das Geheimnisvolle. Die Rosenkreuzer, eine Geheimgesellschaft, führen die Rose als Symbol der Verschwiegenheit in ihrem Namen. Sinnreich spielt mit diesen Bezügen auch Umberto Ecco in seinem Roman „Der Name der Rose„. Den Alchemisten galt sie als Blume der Weisheit. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass eine christliche Deutung der Rose nicht ausbleiben konnte. Dabei tat man sich anfangs schwer mit der Rose als Blume der Aphrodite, der Venus und der Freya. In Goethes Gedicht vom „Heidenröslein“ symbolisiert sie die jugendliche Frische, Reinheit und Unschuld eines Mädchens. Diese bricht der wilde Knabe, auch wenn sich das Röslein wehrt und sticht.  Dennoch setzte sich die Rose als Sinnbild von Reinheit und Sittlichkeit durch und wurde zur ständigen Begleiterin der Gottesmutter, wie es auf unzähligen Bildern dargestellt ist. Maria wurde zur „Rosa mystica„. Die gotischen Kathedralen zieren im Westen in Richtung des alten matriarchalen Paradieses weisende Rosettenfenster, unter denen vor allem Maria verehrt wurde. Dem steht im Osten das männliche Kreuz des Erlösers gegenüber. Die Rose ist das Zeichen der Vergebung durch Christus und sie steht für den Opfertod der Märtyrer. Spätestens als 1208 die Gebetsschnur des heiligen Dominikus den Namen Rosenkranz erhielt, war die Aufnahme der Rose in das Christentum perfekt. Legende ist auch das Rosenwunder der heiligen Elisabeth von Thüringen. Goethe sagt von der Rose: sie ist „das Vollkommenste, das die Erde in unserem Klima hervorgebracht hat.“ In ihrer überbordenden Symbolik ist sie die beste Metapher für das Leben in allen seinen Facetten, an der kaum ein Dichter ohne wohlgesetzte Worte vorbeikam.

Nun sei ein Schluss gemacht! Laben wir uns an der Schönheit und am Duft der Rosen! Beides soll uns helfen! – So Gott will und wir dran glauben.

 

Herzlichst Euer Pater Gerhard

Biblisches von Pater Gerhard

Nichts bleibt wie es war, auch ich selber nicht. Nichts von dem, was ich weiß und will und zu haben meine. Ist also die Vergänglichkeit das Einzige, was dauert? Der Wahrheit, meiner eigenen Wahrheit, komme ich näher, wenn ich anders frage: Ein Mensch, den Gott angeschaut, angesprochen, den er geliebt hat, kann ein solcher Mensch jemals vergehen, als wäre nichts geschehen, als wäre nicht der lebendige Gott ihm begegnet?

Das Buch Kohelet ist im ERSTEN Testament ein seltsamer Text. Der Verfasser quält sich und seine Leser mit unbequemen Fragen, auf die er bei den Philosophen und Theologen seiner Zeit  keine Antwort bekommt. Was ist der Mensch? Wozu lebt er? Was nützen ihm Reichtum und Wissen, wenn der Tod doch alles auslöscht? –

Im Evangelium, der FROHEN BOTSCHAFT kehren diese Fragen wieder, freilich in einem ganz anderen Klima. Aller Reichtum verfällt, aber es gibt etwas Besseres, einen Reichtum „vor Gott“: nicht das, was der Mensch hat, sondern das, was Gott aus ihm gemacht hat. Denn das neue Leben der Gemeinschaft mit Christus erwarten wir nicht erst für die Zukunft. Durch den Glauben und die Taufe sind wir mit Christus gestorben und mit ihm zum Leben erweckt worden. In Christus sind wir eine neue Schöpfung geworden. Zu sehen ist davon noch nicht viel; wie Christus selbst sind auch wir gleichsam noch „verborgen in Gott“. Aber das Neue will Form und Gestalt annehmen in unserem Leben jetzt und hier. Nicht fromme Worte, sondern eine klare Lebensführung kann die Wahrheit und die Liebe Christi sichtbar machen. Jesus lässt sich nicht in den Dienst irgendeiner politischen Theologie stellen. Er sagt aber allen Menschen, wie es um die Welt bestellt ist und wie die Jüngergemeinde sich in dieser Welt zu verstehen hat. Vermögen und Erfolg bringen die Gefahr mit sich, dass der Mensch hart wird gegen andere Menschen und stumpf gegenüber dem Anspruch Gottes. Er wird ein praktischer „Atheist“: ein Mensch ohne Gott, nicht mehr fähig, die Wirklichkeit Gottes zu begreifen. Er verfehlt den Sinn seines Lebens. Sich nicht vorwärts zu bewegen, zu bleiben, wie man ist, sich auf das zu verlassen, was man hat, ist eine große Versuchung. Denn was man hat, kennt man, man fühlt sich darin sicher, man kann sich daran festhalten. Wir haben Angst vor dem Schritt ins Ungewisse, ins Unsichere, und vermeiden ihn deshalb. Jeder neue Schritt birgt die Gefahr des Scheiterns, und das ist einer der Gründe, weshalb der Mensch die Freiheit fürchtet. Dennoch: Wir sind auf dem Weg hinaus ins Weite. Ganz im Vertrauen auf Ihn. Und das ist gut so.