OSTERWUNSCH

Alle, ihr alle, tretet ein in die Freunde unseres Herrn: Die Ersten wie die Letzten, die Reichen wie die Armen! Jubelt alle: Die Enthaltsamen und die Faulen, die da gefastet und die da nicht gefastet haben. Freuet euch alle. Die Tafel ist reich gedeckt. Alle dürft ihr euch daran ergötzen. Das Kalb ist gemästet. Niemand möge hungernd davon gehen; alle mögen teilhaben an dem Fest des Glaubens. Niemand darf wegen Not weinen, weil das gekommen ist, was alle reich macht. Niemand möge seine Sünden beweinen, da die Allvergebung aus dem Grabe erstrahlt. Niemand möge den Tod fürchten, da uns des Erlösers Tod befreit. Christus ist auferstanden und die Dämonen fielen auf ihr Angesicht um seine Übermacht anzuerkennen. Christus ist auferstanden und die Engel freuen sich. Christus ist auferstanden und das Leben lebt. Christus ist auferstanden und kein Toter ist mehr in den Gräbern gefangen. Lasset uns jubeln, denn ewig ist die Freude. Lasset uns unsere Empfindungen reinigen. Lasset uns im unbeschreiblichen Osterlicht den strahlenden Christus erblicken. Freuet euch alle. Lasst uns den neuen Wein trinken, die Quelle der Unsterblichkeit. Lasset uns fröhlich einander umarmen und sagen: Alle, ihr! Vergeben wir denen, die uns hassen, wer es auch sein mag, der Auferstehung des Christus wegen.    (Aus der Osterliturgie der Ostkirche)

Gott befohlen, herzlichst und mit dem Wunsch für ein heiteres Oster-Lachen im Geist der Frohen Botschaft
Euer Diakon Friedrich & Euer Pater Gerhard

Pater Gerhards Termine

  1. & 2. April Ostermarkt in der Abtei St. Severin
  1. April, 18°° Uhr: „Wild in den Frühling“. Vortrag im Berggasthof Höchsten. Mit anschließendem Kräutermenü. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.
  1. April, 19°° Uhr: „Zartes Frühjahrs-Grün“. Mit Pater Gerhard wollen wir uns auf die Spur wilder Kräuter begeben. Auch eine gewisse Achtung vor diesen  „wilden Gesellen“ soll dabei vermittelt werden. Dem Kennen lernen und ernten folgen praktische Tipps für die Verarbeitung dieser wilden Energieträger. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.
  1. April, 19°° Uhr: „Österliches Brauchtum und grüne Frühlingsboten“. Zartes Grün erobert die Fluren und macht sich überall breit. Einige wichtige „Allerweltspflanzen“, stellt Pater Gerhard vor. Er verknüpft altes und neues Pflanzenwissen mit Interessantem und Wissenswertem rund um das Osterfest. Eine kleine Frühjahrs-Kur für Leib und Seele. Vortrag im Brunnenhof. 
  1. April, 18°° Uhr: „Bärlauch – unser Kraut des Monats April“. Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570.
  1. April, 18°° Uhr: „Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit“. Wie wir mit Hilfe von Kräutern diesen Teufelskreis aufbrechen können, davon berichtet Pater Gerhard. Vortrag im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.
  1. & 22. April Kräutertage in der Stiftung Liebenau. Vorträge dort am Samstag 13°° und 15°° Uhr. 
  1. April Kräutertag in der Bachritterburg Kanzach.
  1. April 17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße
  1. April, 19°° Uhr: Von der Heilkraft der Pflanzenknospen“. Winzige Knospen von Sträuchern und Bäumen sind Kraftbündel besonderer Art. Die Energie des Lebens steckt in ihnen. Lernen Sie die Grundlagen der „Gemmo-Therapie“ kennen. Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Gottesdienste im Ostermond

5.Fastensonntag,   02. April, 11°° Uhr: Hl. Messe zum Ostermarkt, Abtei St.                                         Severin

Freitag,                      07. April, 19““ Uhr: Vesper im Brunnenhof

Palmsonntag,          09. April, 18°° Uhr: Hl. Messe, Hofkapelle Ragenreute

Gründonnerstag,   13. April, 19°° Uhr: Feier des Pessach im Brunnenhof

Karfreitag,               14. April, 15°° Uhr: Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu                                        Christi,  Hofkapelle Ragenreute

Ostersonntag,         16. April,  Osterliturgie in der Abtei St. Severin

Ostermontag,           17. April, 10:30 Uhr: Hl. Messe zum Osterfest, Hofkapelle Ragenreute

Freitag,                      21. April, 19°° Uhr: Vesper mit Vesper im Brunnenhof

2.Sonntag der Osterzeit, 23. April, Kein Gottesdienst, Veranstaltung in Kanzach

Samstag,                   29. April, Kirchenkonferenz in der Abtei St. Severin

3.Sonntag der Osterzeit, 30. April, 18°° Uhr: Abendmesse, Hofkapelle Ragenreute

  • Während der Vespern in der Fastenzeit lesen wir die Meditation: „Die sieben letzten Worte Jesu“ von Karl Rahner.
  • Für die Feier des Pessach am Gründonnerstag bitten wir um Anmeldung, da die Anzahl der Plätze beschränkt ist.

Email: brunnenhof-kraeuter-und-mehr@t-online.de

 

Wir feiern den ganzen Reichtum des Glaubens, der uns in den sieben Sakramenten geschenkt wird! Barmherzigkeit ist für uns kein Fremdwort!

Übrigens: Über unsere Mutterkirche in den USA gehören wir dem Weltkirchenrat an und stehen in eingeschränkter Sakramenten-Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche.

Ein Zwischenruf

In jeder Liturgie, in jeder gottesdienstlichen Feier, vor allem aber in der „Feier der Danksagung“, der Eucharistie,  begegnet uns das Heilige, das Geheimnis, das unser menschlicher Verstand nicht zu durchdringen vermag. Es ist ein Geheimnis, das uns tief drinnen, in unserem Herzen berührt. Als ein Geschehen und Sein, das uns fasziniert und gleichzeitig erschaudern und erschrecken“ lässt, so hat Rudolf Otto das Heilige beschrieben. „Heilig“ meint das aus dem normalen Ablauf des Daseins Herausgehobene, das Besondere. Übrigens lautete ein Ehrentitel der frühen Christen: „die Heiligen“. Und was das meint: das sollte nun klar sein!

Dieses faszinierende und erschaudern lassende Geheimnis umschreibt ganz besonders auch der Aufbau und die Gestaltung der gesamten „Heilige Woche“. Es ist das Spannungsfeld, das mit dem Palmsonntag beginnt und mit Ostern endet.

Es ist die Dramaturgie des „Heiligen Spiels“ Gottes mit seiner ganzen Schöpfung, die uns in dieser Woche verdichtet begegnet. Gott selbst begegnet uns tief und erhaben, ER, der Hocherhabene. Da fasziniert uns Jesu Einzug in sein Königtum. Hosanna dem Sohne Davids! Kurz darauf erschrecken wir über Verrat, Verleugnung, Verspottung und Vernichtung des ewigen Wortes. In jeder Heiligen Woche feiern wir diese gewaltige Spannung und sind aufgefordert sie auszuhalten und für uns und die Welt fruchtbar zu machen: Wir feiern das letzte Abendmahl. Wir erschrecken über den Verrat des Judas und Jesu Inhaftierung am Grün-donnerstag. Wir sind erschüttert über seine Verurteilung und Nichtung am Karfreitag. Wir sind verzweifelt über die Leere und das Nichts am Karsamstag.

Doch alledem folgt – so sicher wie das Amen in der Kirche – der faszinierende und unglaubliche Moment der Osternacht und des Neuen Morgens. Der Tod ist besiegt. Das Leben, das Licht hat über die Finsternis triumphiert. Christus hat die Herrschaft des Lebens aufgerichtet. Ungeheuerliches geschieht. Wir, die Gemeinde als Ganzes und jeder von uns als unverwechselbares Individuum sind in dieses Drama eingebunden, das nicht als Tragödie enden wird. Wir feiern das Geheimnis, das uns Gottes Liebe schenkt: unser ewiges und unendliches Leben in ihm und mit ihm, das jetzt beginnt.

Eisenkraut – meine Pflanze des Monats

Das ECHTE EISENKRAUT, Verbena officinalis auch Taubenkraut, Katzenblut-kraut, Sagenkraut oder Wunschkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Verbenen (Verbena) gehört. Es ist eine traditionelle Heilpflanze. So lapidar beginnen die meisten Beschreibungen dieses Druiden- und Keltenkrauts.

Sowohl in der Antike im Mittelmeerraum, wie auch in nördlicheren Gefilden, wie schon gesagt, bei den Galliern, galt das Eisenkraut als heilig. Aber schon im alten Ägypten wurde das Eisenkraut bei Zeremonien verwendet und „Träne der Isis“ genannt. Im klassischen Griechenland und im römischen Weltreich diente das Eisenkraut als Kopfschmuck für hohe Würdenträger. Im antiken Attika war es der Göttin der Morgenröte Eos Erigineia zugeordnet und im antiken Rom lag, laut Plinius, Eisenkraut stets bündelweise auf dem Altar des Jupiter, damit gefegt werde. Vermutlich hat das auch gut funktioniert, weil das Eisenkraut sehr hart ist. Wundersame Eigenschaften werden diesem Kraut zugeschrieben. Der Name selbst lässt sich auf die kultische Verwendung dieser Pflanze zurückführen: Sie sollte das beste Mittel gegen Verwundungen durch Eisenwaffen sein, und sie wurde bei der Eisenverhüttung zugesetzt. Besonders in Südeuropa war das Eisenkraut im Aberglauben tief verwurzelt. Heilmittel für alle Kriegswunden war es und es sollte sogar Unsterblichkeit verleihen. In Gallien wurde es von den Druiden fast so hoch eingeschätzt wie die überaus verehrte Mistel. Miraculix braute daraus seinen Wundertrunk, der unbesiegbar machte und der verhinderte dass der kleinen gallischen Gemeinde der „Himmel auf den Kopf fällt“. Im Mittelalter wurde das Eisenkraut als Allheilmittel gegen alle Arten von Krankheiten verwendet. In Wales wurde das Eisenkraut zum Vertreiben böser Geister verwendet und dementsprechend „Teufelsbann“ (Devil’s Bane) genannt. Eisenkraut steht mit den guten Mächten im Bunde!

Das Eisenkraut schätzt sonnige, geschützte Lagen mit mäßig nährstoffreichen und schwach sauren, sandigen Lehm- und Ton-Böden und hat im Sommer einen hohen Wasserbedarf. Sie ist eine unauffällige, aber ausdauernde Pflanze und wächst gerne an Wegen, Hecken und Schuttplätzen. Als Kulturbegleiter ist es seit der Jungsteinzeit in der Nähe von menschlichen Siedlungen nachweisbar. Ein „Menschenfreund“ ist unser Eisenkraut.

Es wurden ihm insbesondere harntreibende, Gallenfluss anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt. Eisen enthält die Pflanze allerdings nicht. Trotz mehrfacher pharmakologischer Untersuchungen aller bekannten Inhaltsstoffe konnte eine eindeutige pharmazeutische Wirkung nicht gesichert nachgewiesen werden. Deshalb werden Eisenkrautpräparate heute, wenn überhaupt, nur noch in der Volksmedizin eingesetzt. Eisenkraut ist wohl aber ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel. Neuere Untersuchungen belegen zudem schlaffördernde sowie nervenschützende Wirkungen der Inhaltsstoffe. Eisenkrauttee ist gebündelte Pflanzenkraft bei Fieber und entzündete Nebenhöhlen. Unsere Altvorderen schrieben ihm darüber hinaus folgende Wirkungen zu: Vertreiben von Schmerzen der Gebärmutter, Heilung von Hauterkrankungen und von Wunden, von Gelbsucht, Dreitagefieber und Viertagefieber sowie von den Folgen von Schlangen- und Hundebissen. Dazu soll die Pflanze mit einem Zeremoniell geerntet werden, bei dem mit Eisen ein Kreis um sie zu ziehen war. Eisenkraut wirkt adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend und schweißtreibend. Eine positive Wirkung auf Atemwege, Verdauungssystem, Stoffwechsel, Harnwege, Nervensystem, Haut und frauenspezifische Beschwerden ist seit alters her bekannt. Viele Menschen verwenden es zur Wundbehandlung sowie zur Behandlung von Hautkrankheiten. Eisenkrauttee benutzt man für Waschungen und Kompressen. Darüber hinaus eignet es sich zur Regulierung des Menstruationszyklus und Anregung des Milchflusses. Mit Beginn des feuchtkalten Herbstwetters haben Erkältungskrankheiten wieder Hochkonjunktur. Dabei können auch die Nasennebenhöhlen in Mitleidenschaft gezogen werden – eine ebenso schmerzhafte wie langwierige Komplikation. Hier hilft Ihnen das altbewährte Eisenkraut, das nur wenigen Therapeuten als Heilkraut bekannt ist. Die Gerbsäuren machen das Kraut zu einer wirksamen, zusammenziehenden Mundspülung bei Zahnfleischbluten und Mundgeschwüren. Das lauwarme Gurgelwasser vermag Halsentzündungen zu lindern. Als Hautlotion oder Kompresse hilft es bei Insektenstichen und blauen Flecken und trägt dazu bei, dass sich Wunden schneller schließen. Als heißer Aufguss treibt das Kräutlein Eisenkraut den Schweiß und eignet sich daher bei Erkältungskrankheiten. Bitterstoffe sind ein gutes Verdauungsmittel. So wird Eisenkraut-Tee seit je gegen Magenbeschwerden aller Art, Durchfall, aber auch Leberschwäche genommen. Eisenkraut fördert die stockende Menstruation und erleichtert Regelbeschwerden. In der Volksmedizin wurde es früher wegen seiner wehenanregenden Inhaltsstoffe zur Erleichterung der Geburt eingesetzt. Aus diesem Grunde soll es in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Während der Stillzeit stimuliert es den Milchfluss. Mit Eisenkraut haben Bakterien und Viren keine Chance! Wissenschaftler der Universitäten Warwick (Australien) und Exeter (Großbritannien) fanden erste Hinweise darauf, dass Eisenkraut gegen Nierensteine hilft. Sie vermuten eine Wirkung der Pflanze aufgrund ihrer basischen und antibakteriellen Eigenschaften.

Ein „Wahnsinns“-Spektrum, das sich da auftut. Nicht Miraculix, Gott sei‘s gedankt!

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard.

Unsere Gottesdienste im März

Freitag,                      03. März, 18°° Uhr: Vesper und Aschesegen, Brunnenhof

1.Fastensonntag,    05. März, 11°° Uhr: Hl. Messe, Aschesegen, Abtei St. Severin

Freitag,                      10. März, 18°° Uhr: Vesper, Brunnenhof

2.Fastensonntag,    12. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,                      17. März, 18°° Uhr: Vesper mit Vesper, Brunnenhof

3.Fastensonntag,    19. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,                       24. März, 18°° Uhr: Vesper, Brunnenhof

4.Fastensonntag, Laetare, 26. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Während der Vespern in der Fastenzeit lesen wir die Meditation:  „Die sieben letzten letzten Worte Jesu“ von Karl Rahner.

Email: brunnenhof-kraeuter-und-mehr@t-online.de

GEDENKTAGE unsrer Kirche im März:

  1. Ignatius von Antiochia
  2. Kasimir
  3. Fridolin
  4. Perpetua und Felicitas
  5. Die 40 Märtyrer von Sebaste
  6. Pius Parsch, Romano Guardini & Odo Casel
  7. Gregor der Große
  8. Klemens Maria Hofbauer
  9. Patrik von Irland & Gertrud von Belgien
  10. Cyrill von Jerusalem
  11. Joseph von Nazareth
  12. Benedikt von Nursia
  13. Nikolaus von Flüe
  14. Erzengel Gabriel & Oscar Romero
  15. Verkündigung des Herrn
  16. Johannes von Damaskus & Meister Eckhart
  17. Micha, Prophet
  18. Amos, Prophet

„Ich war krank und ihr habt mich besucht …“ (Mt 25,36) Einladung an Menschen, die durch Alter, Krankheit oder Behinderung in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Wer aufgrund einer individuellen Einschränkung nicht an unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen teilnehmen kann, muss nicht außen vor bleiben. Gleichgültig ob sie selbst eingeschränkt sind, oder Menschen kennen, die sich über einen Besuch freuen würden, sprechen Sie uns an! Wir sind für Sie da! Wir feiern den ganzen Reichtum des Glaubens, der uns in den sieben Sakramenten geschenkt wird! Barmherzigkeit ist für uns kein Fremdwort!

Mein Kraut des Monats: Petersilie

Zuweilen brauchet die Familie als Suppenkraut die Petersilie“  – weiß Wilhelm Busch.

Im alten Griechenland ein Symbol der Festlichkeit und der Freude, wurde Petroselinum crispum im Lauf der Zeit zu einer geschätzten Heil- und Nahrungspflanze. „Petros“ meint „Stein“ und „Felsen“. So verwundert es nicht, dass Hildegard von Bingen den Trank aus diesen Kraut – sei es Wein oder Presssaft – als steintreibend erachtet.  Sie scheint den „Peterling“ sehr zu schätzen, da sie ihn vor allem zur Linderung von Verdauungsstörungen empfiehlt, die von dem „Küchengift Lauch“ hervorgerufen werden, das die Heilige gar nicht schätzt. Nach zwölfeinhalb Jahren Ehe feiert das Jubelpaar die „Petersilien-Hochzeit“. Das satte Grün der Pflanze symbolisiert die Hoffnung und das Schöne der Ehe. Die gekräuselten Blätter hingegen versinnbildlichen die kleinen und die großen Hindernisse, die die Eheleute zu meistern hatten. Und wirklich: Etwas Würze hat noch keiner Beziehung geschadet. Eine englische Volksweisheit meint: „ Petersilie bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd‘!“  Wahr ist’s was der Volksmund zu berichten weiß. Zum einen wirkt das Kraut vor allen bei Mannsbilder sexuell stimulierend. Doch nutzten es auch die Weiberleut, um damit „Hexen- und Flugsalben“ aller Art zu verfeinern. Auch die zweite Aussage des Bonmots ist stimmig. Unerwünschte Nachkommenschaft wurde mittels Wurzeln und Samen des Peterles abgetrieben. In der „Petersiliengasse“ wurde in der beginnenden Neuzeit dieses „Handwerk“ ausgeübt. Reiche Laffen und Herren schickten die Mädchen, mit denen sie ihr Vergnügen gehabt hatten und bei dem mehr als das der „Erfolg“ war, zu Kräuterkundigen, die dort ihrer Arbeit nachgingen. Oftmals aber wurde die Dosis falsch berechnet und Zuviel des Krauts verabreicht. Das Apiol in Wurzel und Samen der Petersilie bewirkt starke Blutungen im Unterleib, die  nicht mehr zu stillen waren. Die Folge: Das arme Mädchen verblutete und kam „unter die Erd‘“.

Neben diesen mehr oder weniger drastischen Geschehnissen bewirkt Petersilie Linderung bei Problemen mit dem „Wasserlassen“, bei mangelndem Appetit und Verdauungsstörungen. Sie fördert die Magen- und Gallensaftausschüttung. Zurzeit nicht aktive Enzyme in unserem Körper werden durch dieses Kraut aus dem Dornröschenschlaf geweckt und beginnen ihr Tun: Sie fangen freie Radikale, die sich in unserem Leitungssystem gebildet haben. Frisch verzehrte Petersilienblätter oder ein „Smoothie“ aus „Stehsalat“ kurbeln wegen ihres enormen Kalium-Gehalts die Nieren und das Ausspülen von überflüssigem Wasser und Stoffwechsel-Endprodukten an. Hauterkrankungen bessern sich und das „Rheumatische“ wird  durch regelmäßigen Petersiliengenuss gelindert. Der hohe Eisen- und Vitamin C-Gehalt (100 g Kraut enthalten 100 mg des Vitamins) tun ihr Übriges für unser Wohlbefinden. Zerquetschtes Grün kühlt kleine Brandwunden und lindert den Zahnschmerz, wenn dieser pünktlich am Wochenende auftritt und der nächste diensthabende Zahnarzt hundert Kilometer entfernt und dann doch auch erst am Montag wieder zu erreichen ist.

Peterle“ soll man an einem Mittwoch säen, an „Johanni“ (24. Juni) oder an „Peter und Paul“, dem 29. Juni, dann bleibt er den ganzen Winter über grün. Das Kräutlein keimt nur sehr langsam. Deshalb erzählte der Volksmund, dass der „Persil“ nach Rom reisen müsse, um sich von Petrus die Erlaubnis zum Aufgehen zu holen. Hilfreich sei es auch, das Pflänzchen lächelnd und mit frohem Herzen zu säen. Alles aber nützt nichts, wenn sie neben einen von den „Lauchs“(Schnitt-, Knoblauch; Zwiebel …) gesät oder gepflanzt wird. Die  mögen einander nicht. Der „Garteneppich“ zieht immer den Kürzeren, das meint: er stirbt. Wenn es denn mit der Aussaat geklappt hat oder das gekaufte Töpfchen gut angewachsen ist, hat das bekannteste aller Würzkräuter in unseren Garten Einzug gehalten. Zwei Jahre wird es uns erfreuen, dann geht es den Weg allen Geschaffenen: es stirbt, aber nicht ohne uns seine reiche Nachkommenschaft zu schenken.

Petersilie – Würzkraft und Heilmacht geschmackvoll verpackt.

Nicht nur darum lade ich Sie ein, die kleinen Speiseverzierungen aus Petersilie zu essen, die zum Standard der Gastronomie gehören.

Das wird Ihnen nur gut tun! Und das jeder „Hinsicht!“

 

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard

  

Pater Gerhards Vorträge im März

6. März, 18°° Uhr: „Kräuter für Weiberleit und Mannsbilder“. Immer mehr Zeitgenossen wünschen sich einen ganzheitlichen, gesunden Lebensstil und greifen dabei vermehrt auf das uralte Wissen um Kräuter und Heilpflanzen zurück. Pater Gerhard blättert im großen Buch der Schöpfung, um Interessierten die Geheimnisse aus „Gottes grüner Apotheke“ zu entschlüsseln.“ Vortrag im Berggasthof Höchsten. Mit anschließendem Kräutermenü. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

  1. März, 19°° Uhr: „Anders Leben – Eine Hinführung zum nicht ganz alltäglichen Fasten“. Irrwitz, absolutes „no-go” in den Hirnen und Vorstellungen der Manager des Wirtschaftsystems ist das, auf was wir uns ganz bewusst einlassen wollen: FASTEN – „hofele tun“ – Bescheidung. Wir hören einen Text von Kräuterpfarrer Künzle und sind aufgerufen, unsere ganz eigenen Wege zu suchen und zu gehen. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.
  1. März, 18:30 Uhr: „ Vom rechten Fasten und gesunden Lebensmitteln“. Vortrag beim Geselligkeitsverein Harthausen.

13.-15. März              „Zeit für mein Leben.“ Kurzexerzitien. Ostern entgegen. Impulse und Stille. 

  1. März, 18°° Uhr: „Von der Heilkraft der Pflanzenknospen“. Winzige Knospen von Sträuchern und Bäumen sind Kraftbündel besonderer Art. Die Energie des Lebens steckt in ihnen. Lernen Sie die Grundlagen der „Gemmo-Therapie“ kennen. Vortrag im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.
  1. März, 19°° Uhr: „Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen“. Pflanzliche Hilfsmittel bei Verdauungsbeschwerden. Neben den notwendigen Grundlagen über die Wirkmacht von Heilkräutern werden gezielt Pflanzen aus „Gottes grüner Apotheke“ vorgestellt, die bei Störungen unseres Verdauungssystems hilfreich sein können. Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.
  1. März, 18:30 Uhr: „Räuchern im Jahreskreis und wilde Kräuter“. Vortrag beim Geselligkeitsverein Harthausen
  1. März, 19°° Uhr: „Von der Heilkraft der Pflanzenknospen“. Winzige Knospen von Sträuchern und Bäumen sind Kraftbündel besonderer Art. Die Energie des Lebens steckt in ihnen. Lernen Sie die Grundlagen der „Gemmo-Therapie“ kennen. Im Brunnenhof.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Hass – wie lächerlich

Vergebung kann nur über nur über aufrichtige Reue, Schuldbekenntnis und den klaren Willen zur Umkehr funktionieren. Die Verankerung im Glauben an den einzig wahren Gott bleibt weiterhin die beste „Waffe“ gegen den Hass, um ihn zu verwandeln in Treue zum Leben, zum Recht, zur Gerechtigkeit, in Furcht vor Gott, der das Leben will, nicht den Tod, nicht den Untergang.

Der französische Publizist André Glucksmann schrieb vor gut zehn Jahren in seinem Buch „Hass“ über die Rückkehr einer elementaren Gewalt: „Hasse ich den Hass? Kein Bisschen. Ich habe festgestellt, wie hartnäckig und gewalttätig er ist, vor allem aber, wie rücksichtslos er seinen ihm ursprünglich innewohnenden Willen verfolgt, sich Gott gleich zu machen. Er entscheidet über das Alpha und das Omega der Schöpfung, er glaubt, ihm sei alles erlaubt, er quakt und hüpft wie ein Frosch, der sich für einen donnernden Jupiter hält. Die anständigen Menschen, die aufrichtigen Geistlichen und illusionslosen Realisten kennen ihre Grenzen. Sie brauchen den Hass nicht zu hassen, um sich seinem tödlichen Wahn zu widersetzten und über seine Lächerlichkeit zu lachen.“