Pater Gerhards Termine im Juli

Montag, 3. Juli,        18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Dienstag 4. Juli,      17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße

Mittwoch 5. Juli,       19°° Uhr: „Sommer und Sonne.“ Von sonnenhungrigen Kräutern und deren Verwendung. Ein Ausflug ans Mittelmeer. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Montag, 10. Juli,      18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Mittwoch, 12. Juli,   18°° Uhr: „Basilikum – unser Kraut im Monats Juli“. Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570.

Montag, 17. Juli,      18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Dienstag, 18. Juli,   17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße

Mittwoch, 19. Juli,   19°° Uhr: „Schmieren und Salben hilft allenthalben“ Naturkosmetik selber machen. Im Brunnenhof.

Donnerstag,20. Juli, 18°° Uhr: „Zum Himmelszipfel und zurück“. Eine Exkursion. Anfang und Ende im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

 Montag, 24. Juli, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

 Donnerstag, 27. Juli, 19°° Uhr Uhr: „Eure Lebensmittel seien eure Heilmittel“. Antikes Wissen für uns Heutige. Vortrag in der  Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.

Montag, 31. Juli,      18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

 

Mein ganz spezielles Kraut des Monats: Mönchspfeffer

MÖNCHSPFEFFER – KEUSCHLAMM – Vitex agnus castus

  Eine notwendige Hinführung zu diesem wunderschön blau blühenden Bäumchen: Der Name „Mönchspfeffer“ deutet eine Verbindung zu den zumindest offiziell zölibatär Lebenden Mönchen an. Nicht nur aus den kriminologischen Abenteuern der Schwester Fidelma von Cashel und ihres Mitstreiters Bruder Edulf, die im 7. Jahrhundert gewirkt haben – so ihr Erfinder Peter Tremayne – sind uns in der klösterlichen Welt Doppelklöster überliefert. Das sind Klosterbezirke, in dem Mönche und Nonnen unter der Leitung eines gemeinsamen Ordensoberen lebten, wobei jedoch die männlichen und weiblichen Kommunitäten einer strengen Trennung unterlagen, unterliegen sollten! Im Westen umfasste die Lebensdauer der Doppelklöster, besonders im früheren angelsächsischen Raum, das 5. bis 9. Jahrhundert. In Frankreich, Italien und dem späteren Deutschland erlebten diese ihre Blütezeit im 11. und 12. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert wurden die Doppelklöster fast überall aufgegeben; eine der beiden Gemeinschaften verschwand oder wurde verlegt. Gründe dafür waren vor allem die kritische Haltung von zeitgenössischen Kirchenführern gegenüber diesen Einrichtungen. Langer Rede, kurzer Sinn: Überall wo Menschen zusammen leben menschelt es, kann, zum Schrecken der Oberen, Lust und körperliche Liebe wachsen und gedeihen. Gelegenheit schafft Liebe! Diese Oberen blätterten in alten Folianten und wurden fündig. Den Griechen galt Mönchspfeffer als Symbol der keuschen Ehe. Dioscurides beschreibt den Keuschbaum als Anaphrodisiakum. So wurde der würzige Keuschlamm-Same („Keusch wie das Lamm“) als Pfefferersatz in der Klosterküche eingeführt, um leichter mit dem „Drängen des Triebes“ umgehen zu können, um die Lust zu unterdrücken. „Er löscht aus des Fleisches Brunst und Begierde …“, dämpft den Sexualtrieb beider Geschlechter. Dabei muss hoch dosiert werden, denn zu niedrige Gaben „laben den Knaben“, meint, sie stärken die Lust. Franz von Sales (1567–1622) erwähnt die Anwendung von Agnus Castus in seinem Büchlein „Philothea“ im 13. Kapitel – „Ratschläge zur Bewahrung der Keuschheit“: „Wer sich auf das Kraut Agnus castus bettet, wird selbst keusch und schamhaft. So wird auch dein Herz von jeder Makel und böser Lust gereinigt, wenn es im Heiland ruht, dem wahrhaft reinen und makellosen Lamm.“ Auf die mit dieser Pflanze verbundene Keuschheit und Reinheit deuten auch die Namen „agnus“ – „das Lamm“ und „castus“ – „keusch“ hin. In der sogenannten Volksmedizin wurde die Pflanze darüber hinaus zur Förderung des Milchflusses, bei Impotenz und auch als Appetitzügler eingesetzt. Der wichtigste Einsatzzweck des Mönchspfeffers in heutiger Zeit ist  die Frauenheilkunde, da er die weiblichen Hormone ins Gleichgewicht bringt. Er wirkt milchtreibend und  hilft sowohl gegen Periodenprobleme als auch bei Wechseljahrbeschwerden. Diese Wirkung hängt mit seiner Funktion als Phytohormon zusammen, denn der Mönchspfeffer kann die körpereigene Progesteronbildung anregen und sorgt dafür, dass die Ausschüttung anderer Enzyme normalisiert wird. Obwohl in erster Linie als Frauenkraut verwendet, hat man seine Vorzüge auch bei der Behandlung von Hoden- und Prostataentzündung entdeckt. Darüber hinaus wird Mönchspfeffer bei Potenzstörungen und Depressionen eingesetzt. Übrigens: der hilfreiche Same wird gegessen! Die übliche tägliche Menge liegt bei 30-40 mg.

Gott befohlen und herzlichst –

Euer Pater Gerhard.

Unsere Gottesdienste im Juli

4.Sonntag nach Pfingsten, 02. Juli, 11°° Uhr: Hl. Messe Abtei St. Severin

Freitag,          07. Juli, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Samstag,      08. Juli, 18°° Uhr: Hl. Messe, Hofkapelle Ragenreute

Freitag,          14. Juli, 19°° Uhr: Vesper nach der Vesper im Brunnenhof

6.Sonntag nach Pfingsten, 16. Juli, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Hofkapelle Ragenreute

Freitag,          21. Juli, 19°° Uhr: Vesper mit Vesper im Brunnenhof

7.Sonntag nach Pfingsten, 23. Juli, 11°° Uhr: Hl. Messe, Abtei St. Severin

Freitag,          28. Juli, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

8.Sonntag nach Pfingsten, 30. Juli, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Hofkapelle Ragenreute

Biblischer Zwischenruf im Juli

Ein Zwischenruf!

Du sollst – du darfst – du wirst!

Überzeugungen verwirklichen sich erst dann, wenn sie sich bewähren; bewähren in der Geschichte, in meinem Lebensvollzug. Ich bin gefragt. Ich bin gefordert. In dieser Bewährungsphase, auf dem Weg zur Verwirklichung meiner Überzeugung, werden wir immer wieder mit „meinem Nächsten“ konfrontiert. Bin ich aufgefordert mich mit der Frage auseinander zu setzen: Wer ist mein Nächster und wessen Nächster bin ich? Die Worte unseres Alttestamentlers Franz-Josef Helfmeyer, die er während des Theologiestudiums an uns unbedarfte Hörer gerichtet hat kommen mir in den Sinn: Sie helfen uns, um nicht in ungesundes Leistungsstreben zu verfallen: „Du sollst!“ und „Du wirst!“ sind zwei unterschiedliche Lesarten ein und desselben Textes, sind die beiden Seiten einer Medaille. Dem schroffen und fordernden „Du sollst!“ wird die befreiende Zusage „Du wirst!“ an die Seite gestellt. Beide Aussagen verschmelzen so zu der Frohen Botschaft die da heißt: Du wirst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Du wirst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das ist seine Zusage an mich, an jeden von uns. Und – wie gesagt, wer mein Nächster ist offenbart mir mein Herz. Wir brauchen nur in uns hineinzuhören. Manches wird dann klar. Es wird klar und einleuchtend, was da in dieser Begegnung mutig und unvoreingenommen von mir erwartet wird. „Erwartet“ – auch dieses Wort kann uns in die Mitte unseres Seins führen. „Er wartet“ geduldig und hoffnungsfroh. Es ist ganz nah bei dir. Das Wort ist in deinem Mund und es kommt aus deinem Herzen – und – du kannst es halten! Christus wird uns dieses Leben und Lieben ermöglichen, er, der vor aller Schöpfung war und in dem alles Bestand und Zukunft hat. Durch ihn sind wir teil der Neuen Schöpfung. Durch ihn sind wir zum Leben befreit. Durch ihn sind wir frei! „Und wer ist mein Nächster?“ – Immer wieder diese Frage. Philosophen zu allen Zeiten fragen „Was ist der Mensch?“ Die Heilige Schrift unser Gott lehrt uns: „Der Mensch ist mein Nächster!“ Der Mensch ist immer Mitmensch.Jesus ermutigt uns, Mitmensch und Nächster zu sein. Der Beistand, den er gesandt hat verleiht uns die Kraft, dann wenn es Not tut zu helfen, dem „der unter die Räuber gefallen war.“

Herzlichst Euer Pater Gerhard