Unsere Gottesdienste im Januar

Bereits mit dem 1.Adventsonntag hat das Neue Kirchenjahr begonnen, der „weltliche“ Kalender ist nun auch so weit: HERZLICH WILLKOMMEN JAHR 2018! Worte von Bernhard von Clairvaux sollen Euch dabei begleiten: „ER ist schon da! Der Dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat. ER ist schon dort! Geh mit ihm. Erfahr ihn, wie Du es nie geglaubt. ER ist schon dort. Der Dich in Ungeahntes, Neues führt. ER ist schon dort. Geh – Du bist nicht verlassen.“  Gott befohlen, herzlichst und mit dem Wunsch für ein Leben in und mit dem Geist der Frohen Botschaft.

Euer Diakon Friedrich & Euer Pater Gerhard

Dieses „herzlich Willkommen“ gilt zum einen auch für sieben neue Mitglieder in unserer Gemeinde: Rosi und Konrad Listl aus Kaufbeuren und Peter Schiedner samt seinen Kindern Anna, Sebastian, Christian, Julian und Pia aus Ebenweiler – sie zählen nun zu uns und wir zählen auf sie! – und zum andern Gläubigen aus dem Saarland und dem Raum Kaiserslautern, die zusammen mit ihre Pfarrer Oliver van Meeren nun Teil unserer Kirche sind. Das heißt für uns: wir werden in 2018 als Kirche vor Ort Gemeinde bauen! Darüber erfahrt Ihr im Februar mehr … Abschließend gilt ein Dankeschön allen, die uns ihre Grüße und Wünsche …  zum Weihnachtsfest und für das Neue Jahr geschenkt haben.

Freitag,         05. Januar, 18°° Uhr: Lichtvesper zu Epiphanie, Brunnenhof

Epiphanie, Hl. Drei Könige, 06. Januar, 11°° Uhr: Hl. Messe, Abtei St. Severin

1.Sonntag nach Epiphanie, 07. Januar, 09°° Uhr: Jahresgedächtnis für Max Michelberger in der Pfarrkirche St. Urban in Ebenweiler

Mittwoch,      10. Januar, 19°° Uhr: feierliche Vesper in der Wallfahrtskirche Hl. Blut in Einsbach

Freitag,         12. Januar, 18°° Uhr: Vesper, Brunnenhof

2.Sonntag nach Epiphanie, 14. Januar, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,         19. Januar, 18°° Uhr: Vesper nach der Vesper, Brunnenhof

3.Sonntag nach Epiphanie, 21. Januar, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,         26. Januar, 18°° Uhr: Vesper und Krankensalbung, Brunnenhof

Letzter Sonntag nach Epiphanie, 28. Januar, 11°° Uhr: Hl. Messe, Abtei St. Severin

Erinnerung an Weihnachten – meine Weihnachtspredigt

Die Weihnachtszeit war und ist für mich eine wahrhaft bewegende Festzeit – wohl auch für die meisten von Euch. Bemerkenswert und irgendwie seltsam: schon bei der Geburt dessen, an dem unser ganzes Dasein hängt führt er uns „hinaus ins Weite und macht unsere Finsternis hell“.

Weihnachten bewegt nicht nur das Gemüt, sondern auch die Füße. Beim Hören und lesen der Frohen Botschaft von Weihnachten fällt auf, was das für ein Gelaufe war – damals, als Jesus zur Welt kam? Hunderte, nein Tausende von Menschen waren unterwegs – Kaiser Augustus hatte eine Volkszählung angeordnet, und alle mussten in die Stadt, aus der sie stammten. Die hochschwangere Maria und ihr Mann Josef gehen von Nazareth nach Bethlehem – ein Weg von mehr als 150 km! In Bethlehem ziehen sie von Herberge zu Herberge und landen schließlich in einem Stall. Dort bewegt sich Gott auf die Menschen zu; er wird selber Mensch. Jesus kommt zur Welt. Hirten machen sich auf den Weg, um das Kind zu besuchen, ebenso die Magier aus dem Osten.

Das erste Weihnachten – Gott bewegt sich zu den Menschen, die Menschen bewegen sich zu Gott und auch aufeinander zu. Wirklich ein wahrhaft bewegendes Fest. Und im Vorklang lauschten wir den Worten des Jesaja: Bilder von Friede, Freude und Freiheit machen tolles Kino im Kopf, entwerfen Zukunftspläne. Den heutigen „Herrschern“ in Israel und Verantwortlichen Palästinas gehören diese Texte wahrhaft eingebläut, vielleicht auch um die Ohren gehauen, auf dass auch ihnen endlich das Licht aufgeht.

Gott bewegt sich auf die Menschen zu und wir suchen Gemeinschaft.  Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eigentlich niemand will Weihnachten alleine feiern. Wir besuchen uns, schenken uns was, reden und essen miteinander. Manche machen sich auf den Weg in die Kirche, auch die, die ansonsten nichts damit zu tun haben wollen.

Und Gott bewegt sich zu den Menschen hin: Er redet uns an, er sucht die Gemeinschaft mit uns in der Feier der Danksagung, er begleitet jeden von uns ganz persönlich mit seinem liebenden Interesse. Heute: Das Kind bewegt die Menschen.

Habt Ihr schon mal darauf geachtet, wie ein kleines Kind die Atmosphäre zwischen Erwachsenen verändert, selbst wenn diese sich gar nicht kennen? Im Bus oder im Zug ist ein kleines Kind oft der Anlass, dass andere Mitfahrer mit Vater oder Mutter ins Gespräch kommen. Laute Töne hört man selten in der Umgebung eines kleinen Kindes, und grantige Gesichter hellen sich auf, manche lächeln sogar. So wird es auch damals gewesen sein, die sich an der Krippe getroffen haben, sind in einer freundliche liebevollen Atmosphäre, auch wenn es ganz unterschiedliche Leute waren: Die bettelarmen Hirten, die belesenen und betuchten Sterndeuter, die ortsfremde heilige Familie und vielleicht noch der eine oder die andere aus Bethlehem.

Das Kind hat bewirkt, dass Friede war am Treffpunkt Krippe. Das war einmal.

Doch auch Heute, Weihnachten 2017, sehnen sich viele Menschen nach Frieden. Sie sehnen sich danach, dass Imperatoren bar jeder Menschlichkeit erkennen, dass es nicht darum geht „Amerika first“ hinauszuposaunen, sondern das „Menschlichkeit zuerst“, dass die Andersdenkenden nicht per se schon Terroristen sind und eingesperrt und vernichtet gehören, wie Herr Erdogan meint … Wir sehnen uns danach, dass ein freundlicher Umgangston die Gemeinsamkeit der Weltbevölkerung erkennen lässt: wir sind auf Gedeih und Verderb aufeinander verwiesen, sitzen alle im gleichen Boot.  Und es lebt sich leichter, wenn wir all unsere Sorgen auf IHN werfen. Ihn, der die Wogen zu glätten vermag, wenn wir ihn nur wirksam werden lassen.

Weihnachten ist das Fest des Friedens! Ich glaube daran. Heute wie damals bewegt sich Gott auf die Menschen zu – immer. Er will, dass sie zu ihm kommen. Gott will die Menschen bewegen, dass sie zueinander finden, sich begegnen. Gott will die Menschen verändern, damit ihre Begegnungen in einer Atmosphäre des Friedens stattfinden. Wenn wir uns auf diese Weise von Weihnachten bewegen lassen, ist der Anfang zum Frieden gemacht. Und wenn wir uns nicht nur an den Feiertagen, sondern auch im Alltag auf Gott und die Mitmenschen hinbewegen, dann hören wir vielleicht schon bald die Engel von Bethlehem wieder singen:

„Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf der Erde ist Friede bei allen Menschen guten Willens.“

Pater Gerhards Termine im Januar

18.Januar, 19°° Uhr: „Mit Gottes Hilfe und der Kraft der Kräuter gesund ins Neue Jahr“, Vortrag in der Weinstube Kernler, Krauchenwies.

 24.Januar, 09°° Uhr Vortrag zum Nachklang des Frühstückstreffs beim Landfrauenverein in Riedhausen: „Heilmächtige Lebensmittel“.

 25.Januar, 18°° Uhr: „Mit Gottes Hilfe und der Kraft der Kräuter gesund ins Neue Jahr“ Vortrag im Landgasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

 29.Januar, 19°°  Uhr: Kräuter bei typisch weiblichen Problemen. Vortrag beim Kneippverein Aulendorf im Parksanatorium daselbst.

Mein Januar-Kraut: Der Eibisch

Ei verpipsch: der Echte Eibisch, Althaea officinalis, auch Arznei-Eibisch genannt, ist einer aus der Familie „derer von Malve“. Der botanische Name althaea leitet sich von dem griechischen Wort „álthein“ ab, das so viel wie „heilen“ bedeutet. Wenn man „dem Volk aufs Maul schaut“ findet man für die Pflanze auch Bezeichnungen wie Althee, Samtpappel, Ibischwurz, Heilwurz, Weiße Malve, Sumpfmalve, Adewurz oder Schleimwurzel.

Aus allen Teilen des Eibisch wurde ursprünglich die Süßigkeit „Marshmallow“ hergestellt, die heute vor allem mit den USA assoziiert wird, die aber auf die französische „pâte de guimauve“ bzw. den sogenannten Eibischteig zurückgeht. Auch hierzulande stellten die Konditoren aus den zuckerreichen Wurzeln des Eibischs diese Süßigkeit her, die sich in Deutschland Mäusespeck nennt. Der Name Marshmallow leitet sich von der englischsprachigen Bezeichnung „marsh mallow“ (das heißt: Sumpf-Malve) für den Eibisch ab. Verwendet wurden dafür sowohl die Stängel und Blätter als auch die Wurzel; heute verwendet die Industrie dafür Ersatzstoffe. Gegessen hat man früher auch die Wurzeln, die zuerst gekocht und dann gebraten wurden. Essbar sind auch die Blüten, und die jungen Blätter können im Salat mitgegessen werden. Die Römer verwendeten die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Spanferkeln. Bei Hungersnöten hat man die weiße mohrrübenähnliche Wurzel als Nahrung verwendet. Die einzige Bezugnahme in der Bibel spielt auf den faden Geschmack des Eibischschleims an (Hi 6,6 EU): „Wird Fades ohne Salz gegessen, oder ist Geschmack im Eibischschleim?“ Das weist darauf hin, dass man Eibischschleim keinesfalls ohne Gewürz oder in Zeiten des Wohlstands gegessen hätte. Dort, wo der eiserne Besen der Inquisition nicht gar zu unbarmherzig gekehrt hat, hat sich unter dem Deckmantel der Marienverehrung uraltes Brauchtum erhalten. Dazu gehört besonders das Kräuterbuschen-Weihen am 15. August. Und in diesen Busch gehört wesentlich der Eibisch.

Als Heilpflanze blickt Eibisch auf eine überaus lange Geschichte zurück. So fanden Forscher in dem Grab eines Neandertalers, der etwa 60.000 v. Chr. lebte, Spuren von sieben Pflanzenarten – darunter Eibisch. Dieser frühe Mensch nutzte die Kräuter wahrscheinlich zu Heilzwecken. Auch der griechische Arzt Hippokrates wendete Eibisch zur Wundheilung an. Hildegard von Bingen berichtet über „De Ybischa“ (Physica, Heilkraft der Natur, Cap. 1-141): „Der Eibisch ist warm und trocken, und ist gut gegen Fieber. Denn ein Mensch, der Fieber hat, welche immer es sind, der zerstoße Eibisch in Essig, und er trinke das so morgens nüchtern und abends und das Fieber, wir weichen. Aber auch wer Kopfweh hat nehme Eibisch und füge etwas weniger Salbei bei, und dies zerstoße er gleichzeitig, und dem mische er etwas Baumöl hinzu, und dann wärme er es nur neben dem Feuer in seiner Hand, und so lege er es nur auf seine Stirn und binde ein Tuch darum, und so schlafe er ein, und es wird ihm besser gehen.“

In heilkundigen Werken liest man: Als Droge werden verwendet

  • die zur Blütezeit im Juli bis August gesammelten und getrockneten Blüten;
  • die vor und während der Blüte gesammelten und getrockneten Laubblätter;
  • die Wurzel, im Frühjahr geerntet, insbesondere zur Herstellung der Eibisch-Salbe.

Verantwortlich für die medizinische Wirkung von Eibisch sind die Schleimstoffe. Diese wirken einhüllend und reizmildernd; im Tierversuch konnten auch entzündungs-hemmende und immunstabilisierende Wirkungen nachgewiesen werden.  Meist werden die Wurzeln in pflanzlichen Mitteln verwendet, da sie diese Substanzen in höherer Konzentration enthalten. Gelangen die Schleimstoffe auf die Schleimhaut in Mund, Rachen, Hals und Magen, haften sie sich an diese. Die Eibisch-Inhaltsstoffe bilden auf diese Weise eine Art Schutzschicht über der Schleimhaut und beruhigen sie. Ist die Schleimhaut im Rachen gereizt und entzündet – wie es bei einer Erkältung der Fall ist – dämpft Eibisch trockenen Reizhusten und lindert Heiserkeit. Auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut kann Eibischwurzel helfen. Die Schleimstoffe wirken einhüllend und reizmildernd; im Tierversuch konnten auch entzündungshemmende und immunstabilisierende Wirkungen nachgewiesen werden. Verschiedene Zubereitungen kommen zur Anwendung bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums, zur Minderung des Hustenreizes, bei leichten Entzündungen im Magen-Darm-Bereich. Tee aus Wurzeln wird generell als Kaltauszug hergestellt! Da ein Eibisch-Hustensaft oder -Sirup recht dickflüssig ist, verbleibt er länger vor Ort und eignet sich bei Husten daher besser als ein Tee.

Wichtiger Hinweis: Diabetiker sollten den hohen Zuckergehalt von Eibischwurzeln beachten. Eibisch sollten Sie möglichst nicht zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen, da die Schleimstoffe die Aufnahme von anderen Arzneimitteln in den Körper beeinträchtigen können.

 

HEILIGES BLATT – das Dezemberkraut

1000 Wunder Pflanze, Calanchoe brasiliensis pinnata. Weitere Bezeichnungen für dieses Allheilmittel für und gegen Alles sind: Bryophyllum calycinum, Crassuvia floripendia, Crassula pinnata, Sedum madagascariense, Verea pinnata. …  Der Volksmund nennt sie: Air plant, clapper bush, coirama,  green love (Grüne Liebe), hoja de aire, life leaf (Lebensblatt), live forever (Ewiges Leben), mexican loveplant (Mexikanische Liebespflanze), miracle leaf (Wunderblatt), und … In Deutschland nennt man sie Luftpflanze, Brutblatt, Keimzumpe, Lebenszweig, Kindlipflanze. Stopp!!! … Jetzt reicht es aber!

Das Heilige Blatt ist eine Dickblatt- und Speicherpflanze aus den südamerikanischen Tropen. Dort wird sie schon lange als Heilmittel gegen verschiedenste Krankheiten eingesetzt. Zu uns kam sie per „Nonnenpost“. Franziskanerinnen aus Reute haben sie mitgebracht. Heimlich, im Kulturbeutel haben sie Natur und Grünkraft in unsere Region gebracht.  Bei uns gedeiht sie problemlos auch im Blumentopf. In ihrer Heimat kann die Pflanze bis zu drei Meter groß werden, bei uns schafft sie gerade einmal 60 cm. Das besondere an ihr ist, dass sie an den Blatträndern immer wieder neue Triebe ansetzt. Ein Blatt der Pflanze auf die Erde gelegt und es wachsen neue Pflanzen aus den Einkerbungen des Blattrandes. Bei der „Goethepflanze“, die zur gleichen Familie zählt, wachsen diese „Kindl“ bereits an der Pflanze selbst heran.

Verwendet werden die Blätter und der Blattsaft. Die Blätter und der Saft der Pflanze werden in der südamerikanischen Volksmedizin äußerlich gegen Abszesse, Gelenkentzündungen, Fußpilz, Geschwüre, Brandwunden, Schwielen, Ohrenschmerzen, Ekzeme, Kopfschmerzen, Insektenstiche, Juckreiz, Wunden, Hautverletzungen, Rheuma, Zahnschmerzen, Warzen, Knochenbrüche, Schmerzen, Pickel, Verstauchungen und Entzündungen eingesetzt. Sehr gute Erfolge wurden in der Behandlung mit Fersensporn erzielt. Klinische Forschungen bestätigen die antivirale, antifugale, antibakterielle, fiebersenkende, entzündungshemmende, wundheilende, muskelentspannende, mild beruhigende und schmerzlindernde Wirkung der Pflanze, die darüber hinaus Magengeschwüre lindert, karminativ, diuretisch wirkt, das Cholesterin senkt, die Körpertemperatur herabsetzt, den Uterus stimuliert und die Menstruation anregt.

Für die innerliche Anwendung: Einfach die Blätter essen, oder, wenn’s unbedingt sein muss, 1-2 Tassen Tee aus den frischen Blättern, abgekühlt täglich trinken;

Äußerlich werden der Saft und die Blätter verwendet. Dazu wird ein Blatt perforiert (mit einer Nadel, Gabel oder einem Zahnstocher) oder mit dem Wellholz ausgerollt, damit der Saft besser austreten und an der betroffenen Stelle wirken kann. Aber Vorsicht: Das Heilige Blatt soll nicht während der Schwangerschaft anwendet werden!

Sie ist als Zimmerpflanze zu halten, will nur sparsam gedüngt und wenig gegossen werden. Ist das nicht ein Wunder: Fällt ein Blatt auf die Erde, wächst sofort eine neue Pflanze daraus. Es reicht sogar ein Schnipsel eines Blattes! Das Wunderblatt zeigt uns durch diese enorme Regenerationsfähigkeit seine ungeheure Vitalität. Verständlich, dass eine mit so viel Kraft gesegnete Pflanze eine großartige Heilpflanze sein muss. Denn Heilen bedeutet ja auch immer, Vitalkräfte zu entfachen! In der Kosmetikindustrie wird diese Kalanchoe als Hautpflegestoff verarbeitet. Als Erste-Hilfe-Pflanze oder „Lebende Hausapotheke“ haben sie sicher einen Platz auf der Fensterbank verdient. Frische Blätter sind dann immer bei kleinen Verletzungen zur Hand. Sie wirken aber auch als Immunmodulator, beruhigend auf das Nervensystem, muskel-entspannend, allergische Reaktionen reduzierend, gegen Nierensteine, cholesterinsenkend, körpertemperatursenkend, insektizid, wundheilend, harntreibend, gegen Infektionen der oberen Atemwege, bei Grippe und Fieber. In der anthroposophischen Heilkunde wird Kalanchoe pinnata seit langem als Mittel zur Wehenhemmung eingesetzt. In der Kosmetikindustrie wird diese Art als Hautpflegestoff verarbeitet.

Goethe: Mit einem Blatt Bryophyllum calycinum, an Marianne von Willemer, 12. November 1826:

Was erst still gekeimt in Sachsen,

Soll am Maine freudig wachsen.

Flach auf guten Grund gelegt,

Merke wie es Wurzeln schlägt!

Dann der Pflanzen frische Menge

Steigt in lustigem Gedränge.

Mäßig warm und mäßig feucht

Ist, was ihnen heilsam deucht.

Wenn du’s gut mit ihnen meinst,

Blühen sie dir wohl dereinst.

 

Gott befohlen und herzlichst – Ihr Pater Gerhard.

Pater Gerhards Termine im Dezember

6.Dezember, 19°° Uhr: „Naturkosmetik selbst herstellen.“ Vortrag samt praktischem Üben. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

 14.Dezember, 18°° Uhr: „herzeleid – herzensgute Kräuter“ Vortrag im Landgasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940

 19.Dezember, 19°°  Uhr:  Vom Licht der Weihnacht. Ein besinnlicher Abend mit Gedichten, Geschichten, Liedern … im Brunnenhof.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

sehnsucht – vorworte im advent

Kehr dich nicht ab. Tust du es, dann verdorre ich.

Die Welt vertrocknet. Der Himmel in mir verdüstert sich.

Nacht und Kälte machen sich breit. Wende dein Auge nicht ab von mir.

Du hast mich gepackt. Hast mich umgedreht, mich zu dir gekehrt.

Meine Augen sollen wiederscheinen von der Schönheit deines Angesichts.

Doch ich drohe zu versinken im saugenden und schmatzenden Sumpf.

Das Strahlen meiner Augen verlischt.

Mein Auge wird stumpf, der Mund verhärmt. Tu ein Zeichen   –  maranatha !

Zertreten werden deine Worte des Lebens  –  breitgetreten und zerredet.

Zertrampelt wird dein Rechtsatz, die goldene Regel.

Barmherzigkeit verraucht. Die Umkehr wird in Frage gestellt.

Mit deinem Ruf, mit deiner Berufung wird manch böses Spiel gespielt.

Zur willenlosen Marionette scheine ich degeneriert.

Auf Teufel komm raus wird geprüft. Scheinbar lebe ich auf Probe.

Die „vollkommene Gesellschaft“ frisst ihre Kinder.

Mehr Schein als Sein.

Verachtet wird dein Name,

der Name der Geringsten, der An-den-Rand-Gedrängten,

der Name deiner Lieblinge. Geschändet wir deine  Erde,

verachtet dein Bild – obwohl wir dein Ebenbild sind.

Deinen Namen – ICH BIN DA –

kennt man nicht mehr.

Doch du bist da. Tust Zeichen und Wunder – auch heute noch -,

vergiltst Böses mit Gutem,

öffnest Türen  –  Chancen zum Leben.

Wie Schuppen fällt es mir von den Augen.

Die Verhärtung meines Herzens weicht auf. …Deines Geistes Wehen  –

und aus dem Stumpf im Sumpf wächst ein Zweig,

die Hoffnung grünt in winterlicher Zeit.

Dein Liebeshauch vertreibt meine Atemnot in dünner Luft.

Dein Leben schafft sich Raum, wird Leben in Fülle, was fällt ist leere Hülle.

„Meine Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;

das Netz ist zerrissen und ich bin frei! (Psalm 124)

Du weckst, was gut ist in mir, in uns.

Im Gewissen weckst du deine Kraft,

in den Gedächtnissen deinen Namen,

damit deine Erde nicht wankt und ich festen Boden unter meinen Füßen gewinne; damit die Armen nicht verzweifeln;

damit nicht die Gewalt,

nicht das Recht des Stärkeren, nicht die Finsternis gewinnen,

damit nicht das Schwarze um sich greift. – Maranatha.

„ICH BIN DA und siehe, ich schaffe alles neu.

Ich führe dich hinaus ins Weite,

ich mache deine Finsternis hell.“

Pater Gerhard

Unsere Gottesdiensttermine im Dezember

Freitag, 01. Dezember, 18°° Uhr: Vesper und Feier zum Gedenken an den Apostel Andreas im Brunnenhof mit Segnung der Adventskränze

1.Adventsonntag, 03. Dezember, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute mit Segnung der Adventskränze

2.Aventsonntag, 10. Dezember, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Freitag, 15. Dezember, 18°° Uhr: Licht-Vesper im Brunnenhof

  1. Adventsonntag, 17. Dezember, 11°° Uhr: Hl. Messe Abtei St. Severin

Dienstag, 19. Dezember, 19°° Uhr: Vom Licht der Weihnacht. Besinnlicher Abend im Brunnenhof

Donnerstag, 21. Dezember 2017, Jahrtagsmesse für Ilse Kempe, Kirche in Ostrach

Freitag, 22. Dezember, 18°° Uhr: Lichtvesper mit Vesper im Brunnenhof

4.Advent und Heiliger Abend, 24. Dezember, 16°° Uhr: Christmette Hofkapelle Ragenreute

Freitag, 29. Dezember, 18°° Uhr: Weihnachts-Vesper im Brunnenhof

Sonntag nach Weihnachten, 31. Dezember, 16°° Uhr: Jahresabschluss Gottesdienst im Brunnenhof