HEILIGES BLATT – das Dezemberkraut

1000 Wunder Pflanze, Calanchoe brasiliensis pinnata. Weitere Bezeichnungen für dieses Allheilmittel für und gegen Alles sind: Bryophyllum calycinum, Crassuvia floripendia, Crassula pinnata, Sedum madagascariense, Verea pinnata. …  Der Volksmund nennt sie: Air plant, clapper bush, coirama,  green love (Grüne Liebe), hoja de aire, life leaf (Lebensblatt), live forever (Ewiges Leben), mexican loveplant (Mexikanische Liebespflanze), miracle leaf (Wunderblatt), und … In Deutschland nennt man sie Luftpflanze, Brutblatt, Keimzumpe, Lebenszweig, Kindlipflanze. Stopp!!! … Jetzt reicht es aber!

Das Heilige Blatt ist eine Dickblatt- und Speicherpflanze aus den südamerikanischen Tropen. Dort wird sie schon lange als Heilmittel gegen verschiedenste Krankheiten eingesetzt. Zu uns kam sie per „Nonnenpost“. Franziskanerinnen aus Reute haben sie mitgebracht. Heimlich, im Kulturbeutel haben sie Natur und Grünkraft in unsere Region gebracht.  Bei uns gedeiht sie problemlos auch im Blumentopf. In ihrer Heimat kann die Pflanze bis zu drei Meter groß werden, bei uns schafft sie gerade einmal 60 cm. Das besondere an ihr ist, dass sie an den Blatträndern immer wieder neue Triebe ansetzt. Ein Blatt der Pflanze auf die Erde gelegt und es wachsen neue Pflanzen aus den Einkerbungen des Blattrandes. Bei der „Goethepflanze“, die zur gleichen Familie zählt, wachsen diese „Kindl“ bereits an der Pflanze selbst heran.

Verwendet werden die Blätter und der Blattsaft. Die Blätter und der Saft der Pflanze werden in der südamerikanischen Volksmedizin äußerlich gegen Abszesse, Gelenkentzündungen, Fußpilz, Geschwüre, Brandwunden, Schwielen, Ohrenschmerzen, Ekzeme, Kopfschmerzen, Insektenstiche, Juckreiz, Wunden, Hautverletzungen, Rheuma, Zahnschmerzen, Warzen, Knochenbrüche, Schmerzen, Pickel, Verstauchungen und Entzündungen eingesetzt. Sehr gute Erfolge wurden in der Behandlung mit Fersensporn erzielt. Klinische Forschungen bestätigen die antivirale, antifugale, antibakterielle, fiebersenkende, entzündungshemmende, wundheilende, muskelentspannende, mild beruhigende und schmerzlindernde Wirkung der Pflanze, die darüber hinaus Magengeschwüre lindert, karminativ, diuretisch wirkt, das Cholesterin senkt, die Körpertemperatur herabsetzt, den Uterus stimuliert und die Menstruation anregt.

Für die innerliche Anwendung: Einfach die Blätter essen, oder, wenn’s unbedingt sein muss, 1-2 Tassen Tee aus den frischen Blättern, abgekühlt täglich trinken;

Äußerlich werden der Saft und die Blätter verwendet. Dazu wird ein Blatt perforiert (mit einer Nadel, Gabel oder einem Zahnstocher) oder mit dem Wellholz ausgerollt, damit der Saft besser austreten und an der betroffenen Stelle wirken kann. Aber Vorsicht: Das Heilige Blatt soll nicht während der Schwangerschaft anwendet werden!

Sie ist als Zimmerpflanze zu halten, will nur sparsam gedüngt und wenig gegossen werden. Ist das nicht ein Wunder: Fällt ein Blatt auf die Erde, wächst sofort eine neue Pflanze daraus. Es reicht sogar ein Schnipsel eines Blattes! Das Wunderblatt zeigt uns durch diese enorme Regenerationsfähigkeit seine ungeheure Vitalität. Verständlich, dass eine mit so viel Kraft gesegnete Pflanze eine großartige Heilpflanze sein muss. Denn Heilen bedeutet ja auch immer, Vitalkräfte zu entfachen! In der Kosmetikindustrie wird diese Kalanchoe als Hautpflegestoff verarbeitet. Als Erste-Hilfe-Pflanze oder „Lebende Hausapotheke“ haben sie sicher einen Platz auf der Fensterbank verdient. Frische Blätter sind dann immer bei kleinen Verletzungen zur Hand. Sie wirken aber auch als Immunmodulator, beruhigend auf das Nervensystem, muskel-entspannend, allergische Reaktionen reduzierend, gegen Nierensteine, cholesterinsenkend, körpertemperatursenkend, insektizid, wundheilend, harntreibend, gegen Infektionen der oberen Atemwege, bei Grippe und Fieber. In der anthroposophischen Heilkunde wird Kalanchoe pinnata seit langem als Mittel zur Wehenhemmung eingesetzt. In der Kosmetikindustrie wird diese Art als Hautpflegestoff verarbeitet.

Goethe: Mit einem Blatt Bryophyllum calycinum, an Marianne von Willemer, 12. November 1826:

Was erst still gekeimt in Sachsen,

Soll am Maine freudig wachsen.

Flach auf guten Grund gelegt,

Merke wie es Wurzeln schlägt!

Dann der Pflanzen frische Menge

Steigt in lustigem Gedränge.

Mäßig warm und mäßig feucht

Ist, was ihnen heilsam deucht.

Wenn du’s gut mit ihnen meinst,

Blühen sie dir wohl dereinst.

 

Gott befohlen und herzlichst – Ihr Pater Gerhard.

Pater Gerhards Termine im Dezember

6.Dezember, 19°° Uhr: „Naturkosmetik selbst herstellen.“ Vortrag samt praktischem Üben. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

 14.Dezember, 18°° Uhr: „herzeleid – herzensgute Kräuter“ Vortrag im Landgasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940

 19.Dezember, 19°°  Uhr:  Vom Licht der Weihnacht. Ein besinnlicher Abend mit Gedichten, Geschichten, Liedern … im Brunnenhof.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

sehnsucht – vorworte im advent

Kehr dich nicht ab. Tust du es, dann verdorre ich.

Die Welt vertrocknet. Der Himmel in mir verdüstert sich.

Nacht und Kälte machen sich breit. Wende dein Auge nicht ab von mir.

Du hast mich gepackt. Hast mich umgedreht, mich zu dir gekehrt.

Meine Augen sollen wiederscheinen von der Schönheit deines Angesichts.

Doch ich drohe zu versinken im saugenden und schmatzenden Sumpf.

Das Strahlen meiner Augen verlischt.

Mein Auge wird stumpf, der Mund verhärmt. Tu ein Zeichen   –  maranatha !

Zertreten werden deine Worte des Lebens  –  breitgetreten und zerredet.

Zertrampelt wird dein Rechtsatz, die goldene Regel.

Barmherzigkeit verraucht. Die Umkehr wird in Frage gestellt.

Mit deinem Ruf, mit deiner Berufung wird manch böses Spiel gespielt.

Zur willenlosen Marionette scheine ich degeneriert.

Auf Teufel komm raus wird geprüft. Scheinbar lebe ich auf Probe.

Die „vollkommene Gesellschaft“ frisst ihre Kinder.

Mehr Schein als Sein.

Verachtet wird dein Name,

der Name der Geringsten, der An-den-Rand-Gedrängten,

der Name deiner Lieblinge. Geschändet wir deine  Erde,

verachtet dein Bild – obwohl wir dein Ebenbild sind.

Deinen Namen – ICH BIN DA –

kennt man nicht mehr.

Doch du bist da. Tust Zeichen und Wunder – auch heute noch -,

vergiltst Böses mit Gutem,

öffnest Türen  –  Chancen zum Leben.

Wie Schuppen fällt es mir von den Augen.

Die Verhärtung meines Herzens weicht auf. …Deines Geistes Wehen  –

und aus dem Stumpf im Sumpf wächst ein Zweig,

die Hoffnung grünt in winterlicher Zeit.

Dein Liebeshauch vertreibt meine Atemnot in dünner Luft.

Dein Leben schafft sich Raum, wird Leben in Fülle, was fällt ist leere Hülle.

„Meine Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;

das Netz ist zerrissen und ich bin frei! (Psalm 124)

Du weckst, was gut ist in mir, in uns.

Im Gewissen weckst du deine Kraft,

in den Gedächtnissen deinen Namen,

damit deine Erde nicht wankt und ich festen Boden unter meinen Füßen gewinne; damit die Armen nicht verzweifeln;

damit nicht die Gewalt,

nicht das Recht des Stärkeren, nicht die Finsternis gewinnen,

damit nicht das Schwarze um sich greift. – Maranatha.

„ICH BIN DA und siehe, ich schaffe alles neu.

Ich führe dich hinaus ins Weite,

ich mache deine Finsternis hell.“

Pater Gerhard

Unsere Gottesdiensttermine im Dezember

Freitag, 01. Dezember, 18°° Uhr: Vesper und Feier zum Gedenken an den Apostel Andreas im Brunnenhof mit Segnung der Adventskränze

1.Adventsonntag, 03. Dezember, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute mit Segnung der Adventskränze

2.Aventsonntag, 10. Dezember, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Freitag, 15. Dezember, 18°° Uhr: Licht-Vesper im Brunnenhof

  1. Adventsonntag, 17. Dezember, 11°° Uhr: Hl. Messe Abtei St. Severin

Dienstag, 19. Dezember, 19°° Uhr: Vom Licht der Weihnacht. Besinnlicher Abend im Brunnenhof

Donnerstag, 21. Dezember 2017, Jahrtagsmesse für Ilse Kempe, Kirche in Ostrach

Freitag, 22. Dezember, 18°° Uhr: Lichtvesper mit Vesper im Brunnenhof

4.Advent und Heiliger Abend, 24. Dezember, 16°° Uhr: Christmette Hofkapelle Ragenreute

Freitag, 29. Dezember, 18°° Uhr: Weihnachts-Vesper im Brunnenhof

Sonntag nach Weihnachten, 31. Dezember, 16°° Uhr: Jahresabschluss Gottesdienst im Brunnenhof

Kraut im November: Echinacea

Kommen Sie mit! Wir unternehmen eine Reise in Winnetous Reich der Apatschen, das der „letzten Mohikaner“, dem „Fluss ohne Wiederkehr“ in den wilden Regionen Saskatschewans, dem Gebiet der Dakotas und dem der Huronen in den Prärien und  Wäldern rund um die Großen Seen. Herzlich willkommen in Nordamerika, der Heimat der Indianer und dem Reich der „Sonnenhüte“, der Echinacea!

Purpurne“  (Echinacea purpurea), „Schmalblättrige“ (Echinacea angustifolia) und „Blasse“ (Echinacea pallida) wollen wir näher betrachten.  Gleichgültig welche Art vor dem Zelt gewachsen war, alle wurden/werden sie in gleicher Weise verwendet. Sonnenhüte begleiteten die Wendepunkte des Lebens, Geburt und Tod. Sie sind inhaltsreiche Boten des Frühjahrs und stärken den Körper im Herbst für die kalte, winterliche Zeit. Winnetous Vorfahren schon kauten die Wurzel bei Hals- und Zahnschmerzen. Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung: Echinacea hilft. Die Pflanze half und hilft bei Wunden, Verbrennungen, Insektenstichen, Schlangen-bissen, Mumps, Masern und Gonorrhoe. Die Dakota-Indianer tranken eine Wurzelabkochung bei „vergiftetem Blut“, bei Tollwut. Die weißen Siedler Nordamerikas haben den Gebrauch des Sonnenhutes von den Ureinwohnern übernommen. Als Zierpflanzen gelangten sie nach Europa. Selten wurden sie medizinisch verwendet. Sonnenhüte (Echinacea) im Deutschen auch „Igelköpfe“ genannt, gehören zur Familie der Korbblütler. „Der botanische Name ist vom altgriechischen Wort echínos für Seeigel abgeleitet und bezieht sich auf die gattungstypischen, die Röhrenblüten überragenden, auffälligen, stachelspitzigen Spreublätter“, so lesen wir es in den wissenschaftlichen Beschreibungen. Stark und stachlig kommen sie uns entgegen. Stark ist ihre Heilkraft. Sie sind ein Bild für Menschen, die sich „einigeln“, die sich abschottet, nicht erreichbar sind oder es nicht sein wollen.  Heute wird Echinacea zur Unterstützung bei Atemwegs- oder Harnwegs-Infekten sowie äußerlich bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Purpur-Sonnenhutkraut-Presssaft wird bei der Kurzzeit-Anwendung zur Vorbeugung  von Erkältungskrankheiten und zur Stimulierung des Immunsystems genutzt. Dieser Trank wirkt dann am besten, wenn „das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist“, das meint, wenn er vorbeugend eingenommen wird. Zusammen mit Kardenwurzel verfügen wir mit dieser Heilpflanze über ein Mittel, um den „ewigen“ Borrelien-Kreislauf in unserem Körper zu sprengen. Wenn unsere Immunabwehr durch Umweltgifte, Umweltstress, einem Zuviel an Sonnenlicht und Chemo-Therapien  stark beansprucht wird hilft Sonnenhut! „Der Extrakt aus diesem Kraut kann bei der Therapie von Rauschmittelmissbrauch gute Dienste leisten. Zuviel Alkohol, Nikotin oder Cannabis schwächen die körpereigenen Abwehrkräfte. Echinacea, hochdosiert, kann in solchen Fällen vorbeugend als auch heilend und ausgleichend wirken, zudem wirkt es stimmungs-aufhellend“, schreibt Christian Rätsch. Sonnenhut gehört zu jenen Pflanzen, denen man eine besondere Wirksamkeit nach Umweltkatastrophen nachsagt. Echinacea beschleunigt die Ausscheidung giftiger Stoffe aus unserem Körper. Wichtige Inhaltsstoffe sind  das Echinacosid, Glykosid, ätherisches Öl, Inulin und Harz. Extrakte aus der Arzneidroge sind in den letzten 50 Jahren zu einem bedeutsamen Arzneimittel in der Selbstmedikation geworden. Es gibt zu dem Präparate auf dem Markt für den Einsatz gegen Fieberbläschen, Furunkel, Akne, septische Prozesse und Kopfschmerzen. Aber, das gilt es zu bedenken,  eine Daueranwendung von Echinacea-Präparaten schwächt  das körpereigene Immunsystem.

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard.

 

Unser Dank für das Weihewochenende

Voll Freude und Dankbarkeit sind wir über das, was uns am letzten Oktoberwochenende geschenkt worden ist:

das Treffen unserer Kirche mit unserem Bischof Dr. Roald Nicolai Flemestad, seiner Frau Kirsten aus Oslo; die Weihen der drei Diakone Davide Mossenta, Ralf Blasberg und Prof. Dr. Volker Schulte aus Italien, Nordrhein-Westfalen und der Schweiz;

die herzerfrischende ökumenische Gastfreundschaft, die wir dank Pfarrer Jürgen Schmidt in der KircheSt. Johannes zu Oberhomberg erlebt haben;

den geistig geistlichen Austausch mit allen, die aus Fern und Nah mit uns gefeiert haben.

Es ist gut und war schön mit Euch allen und vor allem mit IHM in unserer Mitte! Danke den helfenden Händen, Geistern und Gönnern, die dieses Treffen mitgetragen und ermöglicht haben: den Musikanten (Stefan und Maximilien) und Stefans Lebensgefährtin Nici Gentner; den Wirtsleuten, die uns verköstigt haben (Moni und Reini Halder im „Heustadl“, Bernd und Nicole Fischer im „Gasthof Adler“); den darüber hinaus notwendigen Quartiergebern (Familie Treiber in Altshausen, Helmut Stiemert in Königseggwald und Brigitte Zirn, hier vor Ort); der Kerzen-Künstlerin Heidi Baumgärtel; der Berichterstatterin Brigitte Zirn, den Fotographen (Klaus Kerekes, Peter Schiedner und Thomas Griebschsowie allen Freunden und neuen Bekanntschaften: unserm Generalvikar Klaus Mass aus Einsbach bei Dachau; Priester Dr. Daniel Gerte mit Jaqueline Berghof aus Warstein; dem Landesseelsorger des BRK Klaus Klein aus Bogen; Priester Prof. Dr. Frederik Irenäus Herzberg aus Düsseldorf; Abt Michael, den Mitbrüdern Georg, Maximilien, Klaus aus Kaufbeuren und Rosenheim und Markus Steffen vom „Moselstrand“; Pfarrer Dr. Thomas Doell mit seiner Frau Sabine aus Karlstadt; Pfarrer i.R. Helmut Mayer-Ehinger aus Altshausen mit seiner Hausfrau Roswitha Golkowsky; den Diakonen Franz Schömer (Gilching) und Dietholf Schröder (Karlstadt); der Lebenspartnerin von Volker: Susi Hübentha; Hanna: der Frau von Ralf Blasberg; „unserem Ministranten“ Timon, seinen Eltern Cecile mit Uli samt den Geschwistern Liana, Leon und Linus; dem Mesner der Pfarrei Oberhomberg; dem Kirchenvorstand aus NRW: Reiner Gerte mit Frau, Michael Berghof und Frau; Konrad Listl aus Kaufbeuren; Volkers Tochter Franzisca samt ihrem Ehemann Dr. Christian Ulrich aus Fribourg; seine Tante Annemarie Baumann (CH) samt seiner Nichte Leonie Griebsch; seine Schwester Corinna Schulte und ihrem Ehemann Thomas Griebsch aus Bochum; seinen Freunden und Weggefährten: Dr. med. Anton Drähne aus Bonn, Dr. Stefan und Daniela Furrer aus Thun, Carolina Baumann-Tapprich, Zentralschweiz, Dr. Marc Aeschbacher und Valeria Legena (CH), Sarah und Patrik da Cruz mit ihren Kindern Isabella, Noah und Lara aus Neu-Ulm; dem Altbürgermeister aus Ebenweiler: Hermann Heigle samt Frau; den treuen Betern, die das Gemeindeleben hier vor Ort lebendig halten: Elisabeth und Otto Baier aus Ostrach, Hilde Schneider aus Bad Saulgau, Monika Weidner, Brigitte Zirn, Heidi Baumgärtel, Pia und Christian Schiedner, Pia mit Dieter Helbig aus Friedrichshafen; und einer Abordnung des Kirchenchors, bei dem auch Volker mitsingt.

Herzlichst und Gott befohlen Eure zwei aus Oberschwaben – Fritz und Gerhard

Ein Zwischenruf! – von Christian de Chergé (1937-1996)

Dom Christian de Chergé OCSO war ein französischer Zisterzienser und Prior des Klosters Notre-Dame de l’Atlas in Tibhirine, Algerien. Er wurde 1996 zusammen mit sechs Mitbrüdern ermordet.

Der Weg zueinander darf Unterschiede nicht verwischen. Es ist nicht der Weg bloßer Toleranz und oder gar des Kompromisses. Es ist der Weg „in die eigene Tiefe“: Es geht darum, „den eigenen Brunner tiefer zu graben“, bis man die Quelle findet, aus der sich leben lässt, eine Quelle, die über alle Unterschiede hinweg eine tiefe Verbindung schafft.

Aus seinem Testament: Nun werde ich, wenn es Gott gefällt, meinen Blick in den Blick Gottes, des Vaters, versenken, um so mit ihm seine Kinder … zu betrachten, so, wie er sie sieht, ganz erleuchtet von der Herrlichkeit Christi, als Frucht seines Leidens, erfüllt von der Gabe des Geistes, dessen geheime Freude es immer sein wird, Gemeinschaft zu schaffen und die Ähnlichkeit wieder herzustellen, indem er mit den Unterschieden spielt. Diese verlorene Leben, das ganz meines ist und ganz ihnen gehört …, ich danke Gott, der es offenbar mit allem gewollt hat für diese Freude, allen Widerständen zum Trotz. Keine religiöse Tradition darf sich selbst für DIE Quelle halten.  Jeder Mensch gleicht einem Wünschelrutengänger; keiner kann ihm die Suche nach der lebendigen Quelle abnehmen. Er muss in die Tiefe gehen, nach innen, auf den Grund des Brunnens. Er muss dorthin gehen, wo es ihn dürstet, wo das Verlangen lebendig ist und der Mangel schmerzt. Oft ist die Quelle verschüttet: Wie viel Überflüssiges, wie viele Hindernisse, unnötige Sorgen, vorgefasste Meinungen, allzu berechnendes Abwägen erschweren es oder verhindern, dass sie sprudelt! Die Hl. Schrift warnt uns davor; wir müssen aufpassen, dass wir die lebendige Quelle nicht eintauschen gegen eine rissige Zisterne  und uns anstelle von frischem, sprudelndem Wasser nicht mit abgestandenem begnügen. Es geht um den Weg in die Freiheit der Kinder Gottes. Diese Freiheit ist Frucht einer anderen Gerechtigkeit als jener des „Gesetzes“. Wenn Abraham zu den Gerechtfertigten zählt, so nicht wegen seiner Gesetzestreue, sondern weil er der göttlichen Verheißung geglaubt hat. (vgl. Röm 4).  Diese Befreiung ist mit einer neuen Geburt zu vergleichen (vgl. Joh 3). Wie viele Menschen brauchen den ganz neuen Anfang, müssen hinter sich lassen, was in ihrem Leben geschehen ist, über die Verwundungen, die ihnen zugefügt wurden, und über so manche Verirrung hinauskommen. … Und so überraschend es zunächst klingen mag: unter Umständen ist es auch nötig, sich von anerzogenen Wertvorstellungen zu lösen, die zur Abschottung führen, und frei zu werden von religiösen Vorstellungen, durch die der weite Horizont des Glaubens und die Frohe Botschaft zumindest teilweise verstellt oder verdunkelt werden. Diese Befreiung kann sich zum Beispiel im Durchbruch zu einer erfüllten, sinn-voll gelebten Sexualität zeigen, im Mut, gegen den Strom zu schwimmen, in der Kontrolle über sich selbst, im Wissen, was man sagt, im Bemühen, zu reden, wenn es angebracht ist, in der Fähigkeit, ja oder nein zu sagen, ohne drum herum zu reden. Denken wir öfter an diesen Erneuerungsprozess, an unser „Werden“. In den Psalmen finden wir die passenden Worte, sie bringen die ganze Bandbreite der Gefühle zum Ausdruck, in ihnen sind „alle Schreie eingefangen“, in ihnen „finden wir das Antlitz aller Menschen“. Und wenn wir Eucharistie feiern und „die Gestalten der Menschheit“ vor Gott tragen, dann feiern wir diese Umwandlung, dieses Neu-Werden in der Liebe – für uns und die Vielen.

Selbst hier, in diesem geistigen Testament des Trappisten Christian de Chergé, sind die vier Schlüsselworte, mehr noch Begriffe, die Nachfolge, die Christsein ausmachen: Hallo, Danke, Bitte und Entschuldigung.

zusammengestellt von P. Gerhard

Unsere Gottesdienste im November

22.Sonntag nach Pfingsten, 05. November, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Freitag,  10. November, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

23.Sonntag nach Pfingsten, 12. November, 11 Uhr: Hl. Messe Abtei St. Severin

Freitag,  17. November, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

24.Sonntag nach Pfingsten, 19. November, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Donnerstag, 23. November, 18°° Uhr: Vesper mit Vesper im Brunnenhof

Sonntag vom wiederkommenden Herrn, 26. November,  11°° Uhr: Hl. Messe Abtei St. Severin zum Adventsmarkt

Wer nicht gegen uns ist für uns!

Welch eine großzügige Gelassenheit, welch souveräne Freiheit spricht aus diesem Jesuswort. Keine Spur von Berührungsängsten. Auch der fremde Heiler und Exorzist, der sich auf Jesu Namen beruft, ohne zu seinen Jüngern zu zählen, lässt Jesus gewähren. Rivalität denen gegenüber, die wie ER menschliches Leid lindern, kennt Jesus nicht. Jesus plädiert für ein gelassenes Nebeneinander. Jesus sondert keinen aus. Jesus sieht seine Botschaft dadurch nicht gefährdet. ER „reißt nicht mit dem Unkraut den Weizen aus“. Wir Christen – welche Epoche und welche Kirche auch immer – haben uns von dieser Freiheit Jesu wenig anstecken lassen, weder die Kirchenleitungen noch die christlichen Gemeinden.

Wenn aber dann doch geschieht, dass der Geist Gruppenzwänge und vorgegebene Rollen aufbricht, ist das Wunder umso größer!

Diakon Fritz Hartmann

Pater Gerhards Termine im November

Samstag, 4. November,      14°° Uhr: 14°° Uhr: Kräuterwanderung. Ebenweilers Flur entdecken. Der „Rest vom Schützenfest“. Treffpunkt: Brunnenhof.

Mittwoch, 8. November,     19°° Uhr: „Heilsame Pflanzen für unser Herz“. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Dienstag, 14. November,   19°°  Uhr: „Eure Lebensmittel seien eure Heilmittel“. Heilmächtige Lebensmittel stehen im Mittelpunkt einer Erkundung der besonderen Art, zu der Pater Gerhard Seidler herzlich einlädt. Neben der Vermittlung neuester Erkenntnisse und einem kurzen Blick in die Geschichte stellt Pater Gerhard seine Liste der „besten Nahrungsmittel“ vor. Vortrag im Brunnenhof.

Donnerstag, 16. November,          18°° Uhr: „Naturkosmetik selbst herstellen.“ Vortrag samt praktischem Üben. Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

23.-26. November,   auf dem Adventsmarkt in der Abtei St. Severin

Donnerstag, 30. November,          19°° Uhr: „Kräuter aus Asien und der Neuen Welt“ stehen bei diesem Vortrag Pater Gerhards im Blickpunkt des Interesses. Immer wieder werden dort Heil- und Würzpflanzen von Kräuterkundlern „neu“ entdeckt, beschrieben und auch in unseren Lebenskreis eingefügt. Einige davon, wie das „Kraut der Unsterblichkeit“, „Gotu Kola“, Kapuzinerkresse und Zitronenverbene … stellt der „Kräuterpater“ an diesem Abend vor. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Lassen Sie sich überraschen! Vortrag in der  Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.

Kirchentreffen samt Diakonweihen in, um und um Ebenweiler herum

Unser Bischof Dr. Roald Nicolai Flemestad wird am Samstag, den 28. Oktober 2017, um 14°° Uhr in der Kirche St. Johannes zu Oberhomberg,drei Kandidaten, durch Handauflegung und Gebet, zu Diakonen unserer Kirche weihen.

Es sind dies:

Davide Mossenta, aus Italien,

Prof. Dr. Volker Schulte, aus der Schweiz und

Ralf Blasberg aus Nordrhein-Westfalen.

Die kleine Gemeinde vor Ort freut sich, wenn Sie dieses Glaubensfest mit uns zusammen feiern. Für das Essen im „Heustadel“, den Ausflug ins Franziskanerinnenkloster samt Imbiss und das Essen im Gasthof „Adler“ bitten wir um Anmeldung bei uns!

Das Programm dieser Tage und des dritten Pastoralbesuchs unseres Bischofs:

Donnerstag, 26. und Freitag, 27. Oktober: Anreise der ersten Gäste. Bezug der Quartiere.

Freitag, 27.10.: 18°° Uhr, Abendgebet, Vesper im Brunnenhof.

                             18:30 UhrZusammenkunft und Abendessen im                                                         urschwäbischen und urgemütlichen „Heustadl“ zu Mauren, ganz                               in unserer Nähe.

Samstag, 28.10.:       9:15 Uhr,  Morgenlob, Laudes, in  der                                                                       Hofkapelle Ragenreute. Treffpunkt Brunnenhof 9°° Uhr. Wir                                 bilden Fahrgemeinschaften!

                             10°° Uhr, Profunde Führung durch den „Hummelsaal“ im                                         Franziskanerinnenkloster Sießen, bei Bad Saulgau. Die                                             weltweit berühmten Hummel-Figuren gehen auf Zeichnungen                                   der Franziskanerin Sr. M. Innocentia zurück. 1909 in Massing,                                   Niederbayern, wurde sie als Berta Hummel geboren. Neben den                                 bekannten, vielfältigen Kinderdarstellungen gibt es auch eine                                     unbekannte Seite der Künstlerin mit Aquarellen, Porträts, einem                               Kreuzweg und religiöser Kunst.

                             Danach:    Einkehr im Cafe des Klosters. Rückfahrt und Zeit                                     zur Rekreation.

                             13:30 Uhr, Treffpunkt Brunnenhof : Wir bilden                                                             Fahrgemeinschaften zur Kirche in Oberhomberg.

                             14°° Uhr,   Weiheliturgie in St. Johannes, Oberhomberg

                             ab 16°° Uhr finden wir uns im Gasthof Adler in Ebenweiler                                     ein, um das Fest nach dem Fest zu feiern. Wir freuen uns auf                                   gute Gespräche, Musik und natürlich ein gutes Essen!

 Sonntag, 29.10.:       10°° Uhr, Morgenlob, Laudes, in der Hofkapelle                                                 Ragenreute. Treffpunkt Brunnenhof 9:45 Uhr.

Abschied – und für den Rest ein umgehend zu planendes Programm!

 Wir freuen uns auf Euch alle! Diakon Friedrich & Pater Gerhard

Kraftvoll und wild – das WEIDENRÖSCHEN (Epilobium ssp.) – mein „Oktoberkraut“

Beim sonntäglichen Spaziergang, bei dem auch die Gärten der Nachbarschaft inspiziert wurden, sagte meine Mutter – Gott hab sie selig – regelmäßig beim Auftauchen dieses Krauts: „Die passen nicht auf ihren Garten auf.“ Weidenröschen galt / gilt als Zeichen für beginnende Verwilderung.

Ein Blick zurück. Anno 275 nach der Zeitenwende entsagte Antonius, ein Sohn wohlhabender Eltern, allen weltlichen Versuchungen. Er zog sich in die ägyptische Wüste zurück, wurde Einsiedler und Begründer des christlichen Mönchstums. Mit der Zeit erbaten Kranke bei ihm Genesung und geistige Sucher erwarteten sich Lebensweisheit. Zeitsprung. Insbesondere im 11. Jhdt. wurden vor allem in Frankreich Bruderschaften gegründet, die so leben wollten wie er. Sie widmeten sich vorwiegend der Krankenpflege. Gerade zu dieser Zeit wurden zahllose Menschen von einer mysteriösen Krankheit befallen, die ihnen heftig brennenden Schmerzen bereitete. Diese Qual wurde durch Mutterkorn ausgelöst, wie man später feststellte. Dabei befällt ein Pilz die Getreideähren und bildet eine schwarze, kornähnliche Struktur. Die enthaltenen Gifte werden dann über das Mehl in die Speisen verbreitet und erzeugen Darmkrämpfe, Halluzinationen und insbesondere brennende Durchblutungsstörungen, bis hin zum Verlust von Gliedmaßen und Atemlähmung. Die Antoniter nahmen sich in Spitälern dieser Erkrankten an. Und da taucht unser Weidenröschen auf.

Mit der Bezeichnung Antonii herba bezeugte man den Weidenröschenarten höchste Anerkennung. Das „Antoniuskraut“ erleichterte vielerlei brennende Entzündungen. Seine antimikrobiellen, schmerzstillenden, entzündungshemmenden, blutstillenden, zusammen-ziehenden mild krampflösenden, leicht krebshemmenden  und wundheilenden Eigenschaften verschafften und verschaffen Linderung. Solche als Krankheitsdämonen interpretierten Mikroben sollten durch das „Unholdenkraut“ ferngehalten werden. Die volkstümliche Bezeichnung „Feuerkraut“ kann sich zum einen auf diese Anwendung beziehen. Andererseits treten Weidenröschen als eine der ersten Pionierpflanzen nach Waldbränden auf und tragen deshalb diese Bezeichnung.

So wie Antonius als Wegbreiter des Mönchstums gilt, sind viele Weidenröschenarten Erstbesiedler auf Freiflächen und bereiten den Boden für künftige Pflanzengenerationen. Auch ihnen ist die Bedürfnislosigkeit auf den Leib geschrieben. Ganz im Dienst der Allgemeinheit fungieren sie als Bodenheiler, Futterpflanzen und Balsam für körperliche Beschwerden.

In der Nachkriegszeit leuchteten die Weidenröschen als sogenannte „Trümmerblumen“, farbigen Lichtblicken gleich, aus den grauen Schuttfeldern der verwüsteten Städte. Vielleicht vermochten diese flammend roten Blütenmeere den tristen Alltag aufzuhellen. Der Blütenessenz des Schmalblättrigen Weidenröschens“ wird eine ähnliche Wirkung zugesprochen. Sie soll helfen, Traumata zu verarbeiten.

 

Pater Simon Asic (1906-1992), Zisterzienser in Sticna hat eine ganz besondere Wirkung dieses Krauts wieder entdeckt. Er schreibt vor allem dem „Kleinblütigen Weidenröschen“ (Epilobium parviflorum) einen günstigen Effekt bei Prostataleiden zu. Sie dichtet den „Wasserhahn den Mannes“ wirkungsvoll und hilft so bei ständigem Nachtropfen. In der Volksheilkunde wird auch berichtet, dass es bei Blasen- und Nierenerkrankungen helfe. Wissenschaftliche Versuche haben gezeigt, dass ein Extrakt aus der Pflanze antibakteriell wirkt und das Wachstum von Escherichia coli hemmt. Doch das will kaum jemand wissen. Die Macht der Pharmakonzerne steht dem entgegen.

Ganz nebenbei gesagt: alle Arten des Weidenröschens verfügen über eine ähnliche Wirkung, so Gott will und sogar, wenn Sie nicht daran glauben.

 

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard.

Unsere Gottesdienste im Oktober

Sonntag, 01. Oktober, 11°° Uhr: Hl. Messe zum Erntedank, Abtei St. Severin

Donnerstag – Freitag, 05./06. Oktober, Filiatur Wallfahrt nach Bogen und Straubing

Sonntag nach Pfingsten, 08. Oktober, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Freitag,          13. Oktober, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Sonntag nach Pfingsten, 15. Oktober, 18°° Uhr:Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Freitag,          27. Oktober, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Samstag,       28. Oktober, Kirchenkonferenz in Ebenweiler mit Diakonen Weihe

9:15 Uhr: Morgengebet, Laudes, in der Hofkapelle Ragenreute

14°° Uhr: Weihegottesdienst in Oberhomberg

21.Sonntag nach Pfingsten, 29. Oktober, 9:15 Uhr: Morgengebet, Laudes, im Brunnenhof

 

Am letzten Wochenende im Oktober, genauer gesagt: am Samstag, den 28.,  wird unser Bischof Roald Nikolai drei Männer in Ebenweiler zu Diakonen weihen. Es handelt sich um den Pastoralen Mitarbeiter Dipl. Theol. Ralf Blasberg, um den Subdiakon Prof. Dr. Volker Schulte aus der Schweiz und um den Subdiakon Davide Mossenta aus Italien.

Ihr alle seid dazu herzlich eingeladen!

Das detaillierte Programm dieser Feier gibt es mit getrennter Post.

 

Email: brunnenhof-kraeuter-und-mehr@t-online.de

 

Pater Gerhards Termine im Oktober

Montag, 2. Oktober, 17°° und 18°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Mittwoch, 4. Oktober, 19°° Uhr: „Heilsame Pflanzen für unser Herz“. Vortrag im Brunnenhof.

Mittwoch, 11. Oktober, 19°° Uhr: „Grün und antibiotisch.“ Von den enormen Möglichkeiten der Grünkraft.  Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Dienstag, 17. und Mittwoch, 18. Oktober, jeweils 18°° Uhr: „Rosmarin & Chili – unsere Herbst-Kräuter“. Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570.

Donnerstag, 19. Oktober,  18°° Uhr: „Die Rosskastanie: ein Geschenk des Schöpfers“. Vortrag im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

Mittwoch, 24. Oktober, 19°° Uhr: „Pesto und Pasto olé!“. Kräuterpraxis im Brunnenhof

Donnerstag, 26. Oktober,  19°° Uhr Uhr: „Naturkosmetik selbst herstellen.“ Vortrag samt praktischem Üben. Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854. 

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Aufrecht vor Gott stehen

Die Frage, die am Anfang der Apostelgeschichte (1,11) an unschlüssige Jünger mit der Absicht gestellt wird, sie aus einer Verzücktheit in die Realität dieser Welt zurückzuholen, könnte auch an eine Frau gerichtet werden, deren Bild und Erscheinung in einer der Katakomben Roms entdeckt worden ist: „Was stehst du da und schaust zum Himmel empor?“

Da steht sie in einem langen Kleid, den Kopf mit einem Tuch bedeckt, das vorn über ihre linke Schulter hängt. Ihr junges, von Verzückung und heiterem Ernst geprägte Gesicht hat portraithafte Züge. Die großen Augen konzentriert und voller Erwartung nach oben. Ihre Arme sind ausgebreitet und leicht aufwärts gehoben, ihre leeren Hände sind mit der Innenfläche nach oben geöffnet. Die Frau repräsentiert die Orante-Haltung (lat. Orare = beten, bitten). Kaum eine Gestalt wurde in den Katakomben so oft dargestellt wie die Orans, die mit erhobenen Händen Betende. Bei den nichtchristlichen Römern findet man eine ähnliche Figur auf Sarkophag-Reliefs, auf Gefäßen und Münzen. Ihr Name ist Pietas, und das bedeutet: Frömmigkeit, genauer gesagt: pflichttreues Verhalten gegenüber Gott und Mensch.

Das Stehen vor Gott ist eine Haltung der Frömmigkeit, die biblisch verwurzelt ist. In der Apostelgeschichte ist auch das Knien mehrfach bezeugt, oft aber wird man sich die Betenden besser stehend vorstellen. Wer kniet, macht sich klein. Das kann eine Haltung der Demut, der Anbetung und der Einsicht in die eigene Begrenztheit sein. Es kann aber auch Unterwürfigkeit, Servilität und Unterdrückung, ja sogar Versklavung ausdrücken. Aufrechtes Stehen mag als Hochmut und Stolz gedeutet werden, kann aber auch die Haltung eines gesunden Selbstbewusstseins und einer Erfahrung der Befreiung sein, Ausdruck der Würde, des Wohlbefindens und der Bereitschaft, sich hinter etwas zu stellen oder für etwas einzustehen. Der Psalmendichter ermuntert: „Lobet den Namen des Herrn, lobt ihn ihr Knechte des Herrn, die ihr steht im Hause des Herrn … erhebet eure Hände und preist ihn!“ (Ps 134,1f; 135,1f). „Stehen“ bedeutet da „bereit sein“, auf jeden Wink des Herrn unverzüglich zu reagieren und seinen Willen zu erfüllen. Wer sich erhoben hat, „ist wach, aufmerksam, gespannt. Denn wer steht, kann auf und davon gehen; kann ungesäumt einen Auftrag ausführen; mit einer Arbeit beginnen, die ihm zugewiesen wird. Das ist die andere Seite der Ehrfurcht vor Gott. Im Knien war es die anbetende, in Sammlung verharrende; hier die wache, tätige“ (Romano Guardini).

„Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen“, betet der Vorsteher der Eucharistiegemeinde. Um das Evangelium würdig auszunehmen erheben sich Anwesenden. Oft ist es Inhalt der Frohen Botschaft, dass das geknickte Rohr nicht abgebrochen, sondern aufgerichtet wird (Jes 42,3). Zum Gelähmten sagt Jesus: „Steh auf … und geh!“ (Mk 2,11). Der gekrümmten Frau legt er die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtet sie sich auf und preist Gott (Lk 13,12f).

Das Fresko mit der aufrechtstehenden Frau befindet sich in einer Grabkammer und ist vermutlich das Portrait einer Verstorbenen, die darunter begraben liegt. Das Bild ist ein Bekenntnis der Hoffnung: Gott sagt, wenn ich sterbe, steh auf! Die aufrechte Haltung mit den verlangend erhobenen Händen weist über die Betende hinaus in eine neue Dimension und sucht zuversichtlich die Begegnung mit dem Gott des Lebens. Mich erinnert diese Frau an die erste Seligpreisung der Bergpredigt: Selig, die arm sind vor Gott, selig, die mit leeren Händen vor Gott stehen, denn ihnen gehört das Himmelreich (Mt 5,3). Mit anderen Worten: „Geht nicht mehr geduckt. Gott will den aufrechten Gang. Freut euch, die Feier des Lebens ist gekommen.“ (Hans Rudolf Hilty)

Unsere Gottesdienste im September

Freitag,          01. September, 19°° Uhr, Vesper im Brunnenhof

13.Sonntag nach Pfingsten, 03. September, 10:30 Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Freitag,          08. September, 19°° Uhr, Vesper im Brunnenhof

14.Sonntag nach Pfingsten, 10. September, 10:30 Uhr, Hl. Messe Abtei St. Severin

Donnerstag,            14. September, 19°° Uhr, Vesper mit Vesper im Brunnenhof

Samstag,      16. September: KIRCHENWALLFAHRT NACH VIERZEHNHEILIGEN

15.Sonntag nach Pfingsten, 17. September, 18°° Uhr: Hl. Messe Hofkapelle Ragenreute

Keine Gottesdienste in dieser Woche

16.Sonntag nach Pfingsten, 24. September, kein Gottesdienst (Klostermarkt Walkenried)

Freitag,          29. September, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Am letzten Wochenende im Oktober wird Bischof Roald drei Männer in Ebenweiler zu Diakonen weihen. Es handelt sich um den Pastoralen Mitarbeiter Dipl. Theol. Ralf Blasberg, um den Subdiakon Prof. Dr. Volker Schulte aus der Schweiz und um den Subdiakon Davide aus Italien. Informationen und Anmeldung in St. Andreas.

 

Das Kraut des Monats September: Frauenmantel

Frauenmantel, als „Kraut für die Weiber“ den Germanen heilig. Wegen seiner Kraft gegen Frauenleiden weihten die vorchristlichen Hebammen und Kräuterweiber den späteren „Unser Frowen Mantel“ der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Frigga. Mit dem Frauenmantel hatte die Göttin den Frauen ein Mutterkraut geschenkt, das – insbesondere bei abnehmendem Mond gebraucht – die Macht besaß, Blutungen zu stillen oder Geburtswunden zu schließen. Die Germanen verehrten Frigga einst als Spenderin des Ehesegens und brachten ihr Milch- und Räucheropfer dar, damit sie über die Gebärenden wachte.  Alchemilla scheidet auf scheinbar wundersame Weise Wasser durch feine Poren am Blattrand aus. Diese „Gutatationstropfen“ an den feingezackten Blatträndern wird auch „Tau“ genannt. Im Frauenmantel leben verborgene Geister, wussten die alten Kräuterweisen zu berichten. Baum- und Blumenelfen waschen sich im Tau, der sich am Morgen auf den Blättern findet. Der Tau ist begehrtes Alchemistenwasser. Er wird zu allerlei Zauberei gebraucht. Schon der „Druide Miraculix“ aus dem kleinen Dorf  der Gallier (das übrigens nie einen Namen erhalten hat und von Römern und Gästen nur als das „Dorf der Verrückten“ bekannt ist) als namentlich bekannter Mittler zwischen den Göttern und den Kelten, begehrte dieses „Pflanzenwasser“. Es diente zur rituellen Reinigung bei kultischen Handlungen und seiner goldenen Sichel, mit der er die Zutaten für seinen Zaubertrank erntete. Viele  Volksnamen beziehen sich auf diesen Tropfen auf den Blättern, die die Pflanze so reizvoll machen. In christlichen Zeiten wurde der Frauenmantel dann als Pflanze der Jungfrau Maria zum Symbol für alle Schutzsuchenden. Die Alchemisten des Mittelalters sammelten den auf den Blättern der Pflanze sich bildenden Tau. Der botanische Name des Frauenmantels „Alchemilla“leitet sich vom arabischen alkemelych (Alchemie) ab. Alchemisten versuchten, „Gold“ aus diesen „Tautropfen“ zu gewinnen und nutzten ihn für alle möglichen und unmöglichen alchemistischen Prozesse. Sie verwendeten den „Sonnenthau“ zur Bereitung des „Steins der Weisen“, jener geheimnisumwobenen Substanz, die alle unedlen Metalle in Gold und jede Krankheit in Gesundheit verwandeln sollte. „Uns Sinau“ schließlich leitet sich vom mittelhochdeutschen ab (sintowe = Immertau), weil der Wassertropfen auch noch stehen bleibt, wenn der Tau verdunstet ist. Tabernaemontanus rät: „Dieses Kraut in Regenwasser, oder aber Löschwasser, darin die Schmied das glühende Eisen ablöschen, gesotten und mit demselbigen Wasser die heimlichen Örter der Weiber gewaschen, dringet es dieselbigen zusammen als wenn sie Jungfrauen werend.“ Die Tropfen wurden auch gesammelt, um damit das Gesicht zu waschen, für eine schöne Haut und gegen Sommersprossen. Der Name „Gewittergras“ kommt von der Annahme, dass Frauenmantelkränze, an Fenstern, Türen oder auf dem Dachfirst angebracht, vor Blitzschlag schützen sollten. Sich ankündigenden Regen erkennt man, wenn der Frauenmantel „schwitzt“ – er ist eine Wetter-pflanze. Seit dem Mittelalter wird Frauenmantel zur Heilung von Haut- und Frauenleiden eingesetzt. Obwohl deutsche Gesundheitsbehörden den Frauenmantel heute nur noch bei leichtem Durchfall empfehlen, wird dieses Kraut in der Frauen-Naturheilkunde sehr geschätzt: Rund um die Geburt, bei Brustdrüsenentzündung, Menstruationsstörungen und Wechseljahrs-beschwerden wirkt es ausgleichend und regulierend und die Muttermilch treibt es. Später gab der Frauenmantel, der seinen Namen von der Form seiner Blätter, die früher mit dem Umhang Marias, eben Marias Mantel, verglichen wurden, bekam und traditionell bei allen möglichen „Frauenleiden“ angewendet wurde, eine ideale „Marienblume“ ab . Das Kräutlein pflanzt sich, ganz im Sinne der unbefleckten Empfängnis, nur eingeschlechtlich fort. Und weil die Alchemilla das Wasser aus dem Boden aufnimmt, es reinigt und schließlich wieder an den Himmel abgibt, wollten die Christen im „Himmelstau“ sogar den Läuterungsprozess der Seele erblicken.Zusammenfassend sei angemerkt, dass das, was vom Frauenröckchen bedeckt wird, unter der Obhut dieser Pflanze steht. Und da es im Norden der englischen Insel einen Volksstamm gibt, bei dem auch die Mannsbilder Röcke tragen – die Schotten sind gemeint -, hilft er natürlich auch dann, wenn der Besitzer des Kilts an Prostatabeschwerden leidet und sein Wasserhahn tropft. Als Rosengewächs passt es wunderbar zu Rosen; die Pflanze samt sich bereitwillig (oder lästig – je nachdem, wie man das sieht) aus, will man das vermeiden, schneidet man die verblühten Stängel ab. Dann treibt sie auch attraktiv wieder aus.

Das Kräutlein treibt ein rundes Blatt / Wie keines ringsherum es hat.

Mit zierlich eingekerbtem Rand / Ist für den Tau es angespannt,

Recht als ein Schälchen hingestellt, / in welches Perl` auf Perle fällt.

So hebt es auf des Himmels tau, / der niedersinkt auf Flur und Au`,

Manch Elflein gegen Morgen kommt,  / das dürstet, dem zu trinken frommt,

Schöpft aus dem Schüsselchen und spricht: / Ein bessres Labsal gibt es nicht.

(Johannes Trojan)

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard.

Pater Gerhards Termine im September

Montag, 4. September, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Mittwoch, 6. September, 19°° Uhr: „Der Frauendreißiger. Die Hochzeit der Kräuter“. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Montag, 11.September, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Mittwoch, 13. September, 18°° Uhr: „Minze – unser September-Kraut“.Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570. Donnerstag,

14. September, 18°° Uhr: „Antiviral und Grün!“ Von den enormen Möglichkeiten der Grünkraft. Vortrag im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

Montag, 18. September, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100. Dienstag,

19. September, 19°° Uhr: „Natürliche Hausmittel aus Großmutters Zeiten“. Eine Zeitreise im Brunnenhof

20.-24. September, sind wir auf dem Klostermarkt in Walkenried / Harz.

Montag, 25. September, 18°° und 19°° Uhr: Letzte Führung durch den Kräutergarten auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Donnerstag, 28. September, 19°° Uhr: „Die Rosskastanie: ein Geschenk des Schöpfers“. Vortrag in der Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Gottes grünes Kleid

Bildreich beschrieben haben die Menschen in biblischer Zeit ihre Gottes- erfahrungen und – erwartungen: Er brütet über der Urflut, wandelt auf dem Wasser, steigt himmlische Leitern auf und ab, er kämpft – auch mit unlauteren Mitteln, erscheint im Dornbusch der nicht verbrennt, bricht Brot und erscheint in Zungen aus Feuer. Diese schönen Gewänder der Gottessprache, sind von Motten zerfressen. Die mythische Lebendigkeit ist im Ansturm von Wissenschaft und Technik verloren gegangen. Nur ganz Sparriges, Dürres blieb übrig – oder aber seltsam Übertriebenes. Auf einem Ästchen der Metaphysik überlebte das Gottesbild, in logische Engen getrieben – bis auch dieses letzte Ästchen brach für die Menschen der Moderne. Und doch: die Sehnsucht nach Gott, nach dem, was Gott verbürgt, ist ungestillt: Das Gehaltensein in der Not des Lebens, das Sehnen nach Gemeinschaft, Frieden, Gerechtigkeit – mehr noch, nach Barmherzigkeit – diese Sehnsucht ist da und wird da bleiben. Sie ist nicht abzuschaffen, nicht mit Missachtung, Demontage, Kreuzigung. Gott hat uns nicht zum Herrschen bestellt. Gott hat die Menschen zu Dienern des Lebens geschaffen, als Beauftragte Gottes mit dem Mandat, das lebendige Ganze der Erde im Sinn des Schöpfers zu bewahren (Genesis 2). Eine Gott-freie Welt zu erklären, ist die Hybris einer wissenschaftsgläubigen Weltsicht. Sicher ist: Wir haben lernen müssen nicht der Nabel der Welt zu sein. Wir sind ein „Schäumchen im Weltenmeer“ und doch ist menschliche Macht ständig gewachsen. Und damit ist die Krise da. Doch Krise ist Gefahr und Chance zugleich. Wir lernen zu begreifen, dass die Erde – nein, das ganze Universum – ein lebendiger Organismus ist, und keine bloße Ansammlung von Objekten. Irdisch gesehen: Bäume sorgen für gesunde Luft, die wir atmen, die Meere stellen das Klima her, in dem wir leben können, und die Bienen erhalten durch ihre Bestäubungsarbeit unsere Obstplantagen und Blumen. Ganz einfach gesagt: Die Erde und ihre Pflanzen ernähren uns. All dies kann unseren Sinn für Schönheit und für die Schöpferkraft wecken. Die Erde ist ein großer zusammenhängender Organismus und ist in der Lage, alle auf sie einwirkenden Prozesse zu regulieren. Unser Eingriff betrifft immer das Ganze, betrifft unsere Lebensgrundlage. Alles ist mit allem verbunden. „Und was der Erde geschieht, das geschieht auch bald den Menschen.“ Nur wir wollen das nicht wahrhaben. Vieles spricht für diese ganzheitliche Sicht. Je tiefer wir dieses Wunderwerk entdecken, umso mehr tritt der Schöpfer aller Ding wieder in Erscheinung. Nicht als der alte Mann mit Bart aus der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, sondern als Gott, der das Leben, ja sich selbst in all dies hineingewebt hat, den grünen Lebensfaden der Schöpferkraft, die Grünkraft, Lebensenergie pur, von der auch Hildegard von Bingen eindrücklich berichtet hat. Ich finde zu Gott nicht nur durch Nachdenken und Argumentieren, Beten und Tun. Im Blumenpflücken, Singen, Tanzen und Lieben, im Streiten und Vergeben im Protestieren all überall kann ich Gott begegnen. In der Gottesfrage geht es ganz einfach um mein Suchen nach seiner und meiner und deiner lebensschaffenden befreienden Gegenwart. So entdecke ich „Gottes grünes Kleid“ und entdecke, dass seine Schöpfung, dass „Mutter Erde“ etwas Heiliges ist. „Herausgerufen“, etwas ganz Besonderes ist sie, so wie es der Ehrentitel für uns Christen meint. Im Buch Hiob (12,7ff) werden wir ermutigt, unsere Schöpfungsahnung im Austausch mit den Tieren zu suchen: „Frage die Tiere, sie lehren es dich, die Vögel des Himmels verkünden es dir, der Erde Gekreuch, es lehret dich, die Fische des Meeres erzählen es dir. Wer wüsste nicht bei alledem, dass dies die Hand Jahwes getan, darin all des Lebendigen Seel, der Geisthauch jedes Menschenleibs?“ (Fridolin Stier). Das bedeutet nicht mehr aber auch nicht weniger, dass wir den Lebensimpuls Gottes in allem was uns umgibt wahrnehmen können, wenn wir nur offen dafür sind. Wo in der Zerbrechlichkeit des Lebens Liebe aufblitzt und Barmherzigkeit, Gottes Segen erfahrbar, ja spürbar werden – wir können suchen, hinschauen, hinhören und wir können Gott in seinem grünen Kleid finden.

Pater Gerhard

Pater Gerhards Termine im August

Mittwoch, 2. August,         19°° Uhr:  „Kräuter aus Asien und der Neuen Welt“ stehen bei diesem Vortrag Pater Gerhards im Blickpunkt des Interesses. Der „Kräuterpater“ stellt sie an diesem Abend vor. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Lassen Sie sich überraschen! Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Das Festwochenende 12. & 13. August, 14. Bildwiesenfest im Brunnenhof

Samstag: Programm ab 16°° Uhr, 18 °° Uhr Abendgebet, Grillfest und Musik mit Stefan & Maximilien

Sonntag, 10:30 Uhr Festgottesdienst mit Daniel Gerte und  Weihe der Kräuterbuschen, Mittagstisch, Kaffee & Kuchen, Ab 12:30 Uhr stündlich eine kleine Kräuterführung mit Pater Gerhard, Gespräche und sich Wohlfühlen sind angesagt.

Montag, 14. August, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Mittwoch, 16. August,       18°° Uhr: „Lavendel – unser August-Kraut“. Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570.

Donnerstag, 17. August, 18°° Uhr: „Eure Lebensmittel seien eure Heilmittel“. Antikes Wissen für uns Heutige. Vortrag im Landgasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

 Samstag, 19. August,       10°°-16°° Uhr: Ora et labora Tag. Kräuter intensiv im Brunnenhof. Ein FERIENPROGRAMM für Daheimgebliebene.

 Montag, 21. August,          18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Vom 23.-27. August sind wir auf dem Klostermarkt in Dalheim.

Montag, 28. August, 18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100

Dienstag, 29. August, 17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße

Mittwoch, 30. August, 19°° Uhr: „Schmieren und Salben hilft allenthalben“ Naturkosmetik selber machen,  2. Teil. Im Brunnenhof.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)