Ferien

Ferien, süßes Nichtstun, die Seele baumeln lassen, Zeit haben und sie sich nehmen, auf Spurensuche gehen … Begegnungen suchen, vielleicht auch mit dem, der schlichtweg immer der „ganz Andere“ ist, mit dem der liebt und Liebe schenkt, mit dem, der lebt und Leben schenkt.

Und in dieser süßen Zeit des Nichtstuns entdecken wir vielleicht seine Spuren. Sei es im Summen und Brummen der dicken Hummeln und Bienen. Sei es an der plätschernden Quelle, deren frisches Wasser Labsal verspricht, oder beim Streicheln über die Wasserminze die eben dort wächst und wieder frische Lebensgeister in uns weckt. Ganz einfach und unvermutet spüren wir Gottes Güte, seine Schöpferkraft, die Grünkraft und Lebensenergie, die er uns zumutet. Und im lauen Lüftchen am Sommerabend, das uns Linderung der Hitze bringt – vielleicht begegnet ER uns darin selbst, wie dereinst dem Elia, in einer „Stimme verschwebenden Schweigens“ (1Kön 19,13, in einer Übertragung von Martin Buber und Franz Rosenzweig).