Auf Pfingsten zu

Im Wissen, dass wir „begeistert“ sind feiern wir nun das Fest der „Begeisterung“, feiern wir Pfingsten. Gottes Geist ist es, der Ostern in uns, in der Kirche, in der Welt, in seiner ganzen Schöpfung perfekt macht. Er ist es, der das Ostereignis andauern lässt, der es wirksam macht für uns und der es weiterführt in alle Zukunft, die Gott uns schenkt. Der Heilige Geist, der Beistand, kennt keine Schranken, er ist und wirkt grenzenlos. Nichts und niemand ist vor ihm sicher. Er weht wo er will. Der Geist ist es, der seine Gnadengaben verteilt und sonst niemand. Er schenkt seine Gaben, damit sie mir selbst und anderen zum Heil, zum „Nutzen“ gereichen. Bekenntnis, Einheit in der Vielfalt und der Einsatz zum Wohl der ganzen Schöpfung gehören zusammen, sie sind eins, sie sind sozusagen der „Ausweis“ des Heiligen Geistes, wie Paulus bekennt. Und der Geist ist es, der uns drängt den anderen vom unserer Begeisterung zu erzählen, ohne dabei aufdringlich zu werden. Mehr noch: Der Geist ermöglicht es uns, diese Begeisterung zu leben. Friede, Freude und Versöhnung haben hier ihren Ursprung. Der Beistand senkt uns die Liebe ins Herz, macht uns fähig zur Liebe und liebenswürdig. Dies lässt uns auch erfahren, dass Gott auf der Seite der „Gebeutelten“ steht und sie erhebt. Nicht Ansehen oder Leistung zählen, sondern es ist das freie, unerzwingbare und geschenkte Entgegenkommen. Je größer nun meine eigene Liebe wird – das ist dann die Folge von dem bislang Gesagten –, umso weniger muss ich mich selbst behaupten. Der Geist wird es schaffen, davon bin ich überzeugt, dass das Christentum, die Form also wie wir uns Gott annähern, dass unsere Gemeinschaft liebenswert und lebenswert wird. Das wird geschehen, wenn wir echt und authentisch leben und den verkündigen, der das einzig wahre Glück verheißt. Dieser Geist kommt nicht, das dürfen wir nicht vergessen, weil wir beten, sondern ganz einfach, weil Gott uns eben liebt. Dieser Geist beseelt uns nicht weil wir gut sind, sondern, weil Gott einfach lieben will.

So lasst uns nun begeistert das Fest der Begeisterung feiern! Frohe Pfingsten!

Herzlichst Euer Pater Gerhard

Eibisch – mein Kraut im Mai

Ei verpipsch: der Echte Eibisch, Althaea officinalis, auch Arznei-Eibisch genannt, ist einer aus der Familie „derer von Malve“. Der botanische Name althaea leitet sich von dem griechischen Wort „álthein“ ab, das so viel wie „heilen“ bedeutet. Wenn man „dem Volk aufs Maul schaut“ findet man für die Pflanze auch Bezeichnungen wie Althee, Samtpappel, Ibischwurz, Heilwurz, Weiße Malve, Sumpfmalve, Adewurz oder Schleimwurzel. Aus allen Teilen des Eibisch wurde ursprünglich die Süßigkeit „Marshmallow“ hergestellt, die heute vor allem mit den USA assoziiert wird, die aber auf die französische „pâte de guimauve“ bzw. den sogenannten Eibischteig zurückgeht. Auch hierzulande stellten die Konditoren aus den zuckerreichen Wurzeln des Eibischs diese Süßigkeit her, die sich in Deutschland Mäusespeck nennt. Der Name Marshmallow leitet sich von der englischsprachigen Bezeichnung „marsh mallow“ (das heißt: Sumpf-Malve) für den Eibisch ab. Verwendet wurden dafür sowohl die Stängel und Blätter als auch die Wurzel; heute verwendet die Industrie dafür Ersatzstoffe. Gegessen hat man früher auch die Wurzeln, die zuerst gekocht und dann gebraten wurden. Essbar sind auch die Blüten, und die jungen Blätter können im Salat mitgegessen werden. Die Römer verwendeten die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Spanferkeln. Bei Hungersnöten hat man die weiße mohrrübenähnliche Wurzel als Nahrung verwendet. Die einzige Bezugnahme in der Bibel spielt auf den faden Geschmack des Eibischschleims an (Hi 6,6 EU): „Wird Fades ohne Salz gegessen, oder ist Geschmack im Eibischschleim?“ Das weist darauf hin, dass man Eibischschleim keinesfalls ohne Gewürz oder in Zeiten des Wohlstands gegessen hätte. Dort, wo der eiserne Besen der Inquisition nicht gar zu unbarmherzig gekehrt hat, hat sich unter dem Deckmantel der Marienverehrung uraltes Brauchtum erhalten. Dazu gehört besonders das Kräuterbuschen-Weihen am 15. August. Und in diesen Busch gehört wesentlich der Eibisch. Als Heilpflanze blickt Eibisch auf eine überaus lange Geschichte zurück. So fanden Forscher in dem Grab eines Neandertalers, der etwa 60.000 v. Chr. lebte, Spuren von sieben Pflanzenarten – darunter Eibisch. Dieser frühe Mensch nutzte die Kräuter wahrscheinlich zu Heilzwecken. Auch der griechische Arzt Hippokrates wendete Eibisch zur Wundheilung an. Hildegard von Bingen berichtet über „De Ybischa“ (Physica, Heilkraft der Natur, Cap. 1-141): „Der Eibisch ist warm und trocken, und ist gut gegen Fieber. Denn ein Mensch, der Fieber hat, welche immer es sind, der zerstoße Eibisch in Essig, und er trinke das so morgens nüchtern und abends und das Fieber, wir weichen. Aber auch wer Kopfweh hat nehme Eibisch und füge etwas weniger Salbei bei, und dies zerstoße er gleichzeitig, und dem mische er etwas Baumöl hinzu, und dann wärme er es nur neben dem Feuer in seiner Hand, und so lege er es nur auf seine Stirn und binde ein Tuch darum, und so schlafe er ein, und es wird ihm besser gehen.“

In heilkundigen Werken liest man: Als Droge werden verwendet: Die zur Blütezeit im Juli bis August gesammelten und getrockneten Blüten. Die vor und während der Blüte gesammelten und getrockneten Laubblätter. Die Eibischwurzel, im Frühjahr geerntet, insbesondere zur Herstellung der Eibisch-Salbe. Verantwortlich für die medizinische Wirkung von Eibisch sind die Schleimstoffe. Diese wirken einhüllend und reizmildernd; im Tierversuch konnten auch entzündungshemmende und immunstabilisierende Wirkungen nachgewiesen werden.  Meist werden die Wurzeln in pflanzlichen Mitteln verwendet, da sie diese Substanzen in höherer Konzentration enthalten. Gelangen die Schleimstoffe auf die Schleimhaut in Mund, Rachen, Hals und Magen, haften sie sich an diese. Die Eibisch-Inhaltsstoffe bilden auf diese Weise eine Art Schutzschicht über der Schleimhaut und beruhigen sie. Ist die Schleimhaut im Rachen gereizt und entzündet – wie es bei einer Erkältung der Fall ist – dämpft Eibisch trockenen Reizhusten und lindert Heiserkeit. Auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut kann Eibischwurzel helfen. Die Schleimstoffe wirken einhüllend und reizmildernd; im Tierversuch konnten auch entzündungshemmende und immunstabilisierende Wirkungen nachgewiesen werden. Verschiedene Zubereitungen kommen zur Anwendung bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums, zur Minderung des Hustenreizes, bei leichten Entzündungen im Magen-Darm-Bereich. Tee aus Wurzeln wird generell als Kaltauszug hergestellt! Da ein Eibisch-Hustensaft oder -Sirup recht dickflüssig ist, verbleibt er länger vor Ort und eignet sich bei Husten daher besser als ein Tee. Wichtiger Hinweis: Diabetiker sollten den hohen Zuckergehalt von Eibischwurzeln beachten. Eibisch sollten Sie möglichst nicht zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen, da die Schleimstoffe die Aufnahme von anderen Arzneimitteln in den Körper beeinträchtigen können.

Gott befohlen und herzlichst – Ihr Pater Gerhard.

Ein österlicher Zwischenruf

Für Jesus ist die Natur nicht nur ein Abbild der Schöpfung von einst, sondern ein besonderer Weg zur Gotteserkenntnis, eine Hoffnung auf Zukunft, ein Wachstum auf Erlösung hin.

Das Samenkorn treibt aus und bringt Frucht. Die Vögel des Himmels säen nicht, ernten nicht, sammeln nicht und leben. Die Lilien arbeiten nicht, spinnen nicht und sind doch wunderbar gekleidet, herrlicher als Salomon in seiner Pracht. Das Senfkorn wird zum Baum, der Sauerteig macht das Brot, das verlorene Schaf wird gefunden. Die Arbeiter im Weinberg erhalten gleichen Lohn, unabhängig davon, wie lange sie schaffen. … Jesus hatte ein intuitives Gespür dafür, wie die Menschen aus dem Naturhaften empfinden und ahnen können, was es mit dem Reich Gottes auf sich hat. Der erzählende Messias brauchte keinen ideologischen Überbau, um Sinn für das Wunderbare des ewigen Lebens im hiesigen Leben zu wecken. Doch mit der Natur tut sich die akademische Gottsuche – Theologie schwer. Der Duft des Lebens der Natur ist aus den Gottesdiensten gewichen. Es bleibt zu hoffen, dass das Christentum doch wieder das Erzählen- und Schöpfungserzählen wieder entdeckt: eine Naturtheologie, die es versteht, das Natürliche der einfachen Lebensfreude über die Schönheit des Daseins, die schlichten Sehnsüchte des Diesseits auszurichten auf die große österliche Sehnsucht Ewigkeit. Gott wecken durch die Natur. Wie schwierig, wie einfach.

Pater Gerhard

18. Ebenweiler Kräutertage im Brunnenhof

Samstag.Sonntag, 6. & 7. Mai 2017, jeweils 11°°- 17°° Uhr

Lust am Leben – Kräuterfreude – Grünkraft. Alles dreht sich um Duft-, Heil- und Würzpflanzen und das, was wir daraus gemacht haben! Pater Gerhard lädt jeweils zur vollen Stunde zu einer kleinen Kräuterbetrachtung ein. Kaffee, Kuchen, eine herzhafte „Lenz-Suppe“ und …  laden zum Verweilen ein.Wir freuen uns auf Sie! – Hier das Programm:

 Samstag, 11°°: Begrüßungsrunde für alle die Lust und Laune haben.

Samstag und Sonntag stündlich: Die Kraft der Kräuter mit Pater Gerhard

Samstag, 20°°: Hildegard & meine Welt der Psalmen

Sonntag, 10°°, ökumenischer GOTTESDIENST im Brunnenhof

Sonntag, 16°°, WILDE KRÄUTER nicht nur für „wilde Kids“ mit Pater Gerhard

Meine Termine im Mai

Mittwoch, 3. Mai,      19°° Uhr: „Eure Lebensmittel seien eure Heilmittel“. Antikes Wissen und Lebensweisheit für uns Heutige.  Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.

Samstag & Sonntag, 6. & 7. Mai, 18. Ebenweiler Kräutertage im Brunnenhof (11-17°° Uhr) stündlich Kräuterinformationen

Montag, 8. Mai,        18°° Uhr: „Grünkraft tanken“. Vortrag im Berggasthof Höchsten. Mit anschließendem Kräutermenü. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Dienstag, 9. Mai,     17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße

Mittwoch, 10. Mai,   19°° Uhr: „Von fünf Hausmitteln, die eine Drogerie ersetzen können“. Vortrag im Brunnenhof.

Samstag, 13. Mai,    10°°-16°° Uhr: Ora et labora Tag. Kräuter intensiv im Brunnenhof

Mittwoch, 17. Mai,   18°° Uhr: „Rauke – unser Kraut im Monats Mai“. Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570.

Donnerstag, 18. Mai,          19°° Uhr: „Grün und antibiotisch.“ Von den enormen Möglichkeiten der Grünkraft.  Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.

Dienstag, 23. Mai,        17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße 140.

Montag-Mittwoch, 22.-24. Mai,     „Zeit für mein Leben“. Kurzexerzitien. Pfingstlich leben. Impulse und Stille.

Donnerstag, 25. Mai,          18°° Uhr: „Machtvolle Kräuter rund um das Gasthaus“. Eine Erkundung.  Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.

Samstag & Sonntag, 27. & 28. Mai,        Kräuter-Markt in der Abtei St. Severin

Montag, 29. Mai,      18°° und 19°° Uhr: Führung durch den Kräutergarten  auf dem Höchsten. Anschließend  Kräuterbüfett. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Gottesdienste im Wonnemonat Mai

Biblische und österliche Hoffnung ist die Gewissheit, dass alle Dinge, ganz gleich, wie sie sich entwickeln, am Ende vom Sieg des Lebens erzählen!

 

Freitag,          05. Mai, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Samstag,       06. Mai, 20°° Uhr: Vortrag: Hildegard & meine Welt der Psalmen

4.Sonntag der Osterzeit, 07. Mai, 10°° Uhr: Hl. Messe zum KRÄUTERFEST im Brunnenhof

Freitag,          12. Mai, 19°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

5.Sonntag der Osterzeit, 14. Mai, 11°° Uhr: Hl. Messe, Abtei St. Severin

Freitag,          19. Mai, 19°° Uhr: Vesper mit Vesper im Brunnenhof

6.Sonntag der Osterzeit, 21. Mai, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Hofkapelle Ragenreute

Donnerstag, 25. Mai, 19°° Uhr: Christi Himmelfahrt, Vesper im Brunnenhof

7.Sonntag der Osterzeit, 28. Mai, 11°° Uhr: Hl. Messe zu den Kräutertagen in der Abtei St. Severin

OSTERWUNSCH

Alle, ihr alle, tretet ein in die Freunde unseres Herrn: Die Ersten wie die Letzten, die Reichen wie die Armen! Jubelt alle: Die Enthaltsamen und die Faulen, die da gefastet und die da nicht gefastet haben. Freuet euch alle. Die Tafel ist reich gedeckt. Alle dürft ihr euch daran ergötzen. Das Kalb ist gemästet. Niemand möge hungernd davon gehen; alle mögen teilhaben an dem Fest des Glaubens. Niemand darf wegen Not weinen, weil das gekommen ist, was alle reich macht. Niemand möge seine Sünden beweinen, da die Allvergebung aus dem Grabe erstrahlt. Niemand möge den Tod fürchten, da uns des Erlösers Tod befreit. Christus ist auferstanden und die Dämonen fielen auf ihr Angesicht um seine Übermacht anzuerkennen. Christus ist auferstanden und die Engel freuen sich. Christus ist auferstanden und das Leben lebt. Christus ist auferstanden und kein Toter ist mehr in den Gräbern gefangen. Lasset uns jubeln, denn ewig ist die Freude. Lasset uns unsere Empfindungen reinigen. Lasset uns im unbeschreiblichen Osterlicht den strahlenden Christus erblicken. Freuet euch alle. Lasst uns den neuen Wein trinken, die Quelle der Unsterblichkeit. Lasset uns fröhlich einander umarmen und sagen: Alle, ihr! Vergeben wir denen, die uns hassen, wer es auch sein mag, der Auferstehung des Christus wegen.    (Aus der Osterliturgie der Ostkirche)

Gott befohlen, herzlichst und mit dem Wunsch für ein heiteres Oster-Lachen im Geist der Frohen Botschaft
Euer Diakon Friedrich & Euer Pater Gerhard

Pater Gerhards Termine

  1. & 2. April Ostermarkt in der Abtei St. Severin
  1. April, 18°° Uhr: „Wild in den Frühling“. Vortrag im Berggasthof Höchsten. Mit anschließendem Kräutermenü. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.
  1. April, 19°° Uhr: „Zartes Frühjahrs-Grün“. Mit Pater Gerhard wollen wir uns auf die Spur wilder Kräuter begeben. Auch eine gewisse Achtung vor diesen  „wilden Gesellen“ soll dabei vermittelt werden. Dem Kennen lernen und ernten folgen praktische Tipps für die Verarbeitung dieser wilden Energieträger. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.
  1. April, 19°° Uhr: „Österliches Brauchtum und grüne Frühlingsboten“. Zartes Grün erobert die Fluren und macht sich überall breit. Einige wichtige „Allerweltspflanzen“, stellt Pater Gerhard vor. Er verknüpft altes und neues Pflanzenwissen mit Interessantem und Wissenswertem rund um das Osterfest. Eine kleine Frühjahrs-Kur für Leib und Seele. Vortrag im Brunnenhof. 
  1. April, 18°° Uhr: „Bärlauch – unser Kraut des Monats April“. Führung und Vortrag im Hotel Landgasthof Kreuz, Mattenhaus. Anmeldung direkt unter: 07524-97570.
  1. April, 18°° Uhr: „Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit“. Wie wir mit Hilfe von Kräutern diesen Teufelskreis aufbrechen können, davon berichtet Pater Gerhard. Vortrag im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.
  1. & 22. April Kräutertage in der Stiftung Liebenau. Vorträge dort am Samstag 13°° und 15°° Uhr. 
  1. April Kräutertag in der Bachritterburg Kanzach.
  1. April 17:30 Uhr Kräuterführung in der Gärtnerei Negrassus, Überlingen, Rauensteinstraße
  1. April, 19°° Uhr: Von der Heilkraft der Pflanzenknospen“. Winzige Knospen von Sträuchern und Bäumen sind Kraftbündel besonderer Art. Die Energie des Lebens steckt in ihnen. Lernen Sie die Grundlagen der „Gemmo-Therapie“ kennen. Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Gottesdienste im Ostermond

5.Fastensonntag,   02. April, 11°° Uhr: Hl. Messe zum Ostermarkt, Abtei St.                                         Severin

Freitag,                      07. April, 19““ Uhr: Vesper im Brunnenhof

Palmsonntag,          09. April, 18°° Uhr: Hl. Messe, Hofkapelle Ragenreute

Gründonnerstag,   13. April, 19°° Uhr: Feier des Pessach im Brunnenhof

Karfreitag,               14. April, 15°° Uhr: Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu                                        Christi,  Hofkapelle Ragenreute

Ostersonntag,         16. April,  Osterliturgie in der Abtei St. Severin

Ostermontag,           17. April, 10:30 Uhr: Hl. Messe zum Osterfest, Hofkapelle Ragenreute

Freitag,                      21. April, 19°° Uhr: Vesper mit Vesper im Brunnenhof

2.Sonntag der Osterzeit, 23. April, Kein Gottesdienst, Veranstaltung in Kanzach

Samstag,                   29. April, Kirchenkonferenz in der Abtei St. Severin

3.Sonntag der Osterzeit, 30. April, 18°° Uhr: Abendmesse, Hofkapelle Ragenreute

  • Während der Vespern in der Fastenzeit lesen wir die Meditation: „Die sieben letzten Worte Jesu“ von Karl Rahner.
  • Für die Feier des Pessach am Gründonnerstag bitten wir um Anmeldung, da die Anzahl der Plätze beschränkt ist.

Email: brunnenhof-kraeuter-und-mehr@t-online.de

 

Wir feiern den ganzen Reichtum des Glaubens, der uns in den sieben Sakramenten geschenkt wird! Barmherzigkeit ist für uns kein Fremdwort!

Übrigens: Über unsere Mutterkirche in den USA gehören wir dem Weltkirchenrat an und stehen in eingeschränkter Sakramenten-Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche.

Ein Zwischenruf

In jeder Liturgie, in jeder gottesdienstlichen Feier, vor allem aber in der „Feier der Danksagung“, der Eucharistie,  begegnet uns das Heilige, das Geheimnis, das unser menschlicher Verstand nicht zu durchdringen vermag. Es ist ein Geheimnis, das uns tief drinnen, in unserem Herzen berührt. Als ein Geschehen und Sein, das uns fasziniert und gleichzeitig erschaudern und erschrecken“ lässt, so hat Rudolf Otto das Heilige beschrieben. „Heilig“ meint das aus dem normalen Ablauf des Daseins Herausgehobene, das Besondere. Übrigens lautete ein Ehrentitel der frühen Christen: „die Heiligen“. Und was das meint: das sollte nun klar sein!

Dieses faszinierende und erschaudern lassende Geheimnis umschreibt ganz besonders auch der Aufbau und die Gestaltung der gesamten „Heilige Woche“. Es ist das Spannungsfeld, das mit dem Palmsonntag beginnt und mit Ostern endet.

Es ist die Dramaturgie des „Heiligen Spiels“ Gottes mit seiner ganzen Schöpfung, die uns in dieser Woche verdichtet begegnet. Gott selbst begegnet uns tief und erhaben, ER, der Hocherhabene. Da fasziniert uns Jesu Einzug in sein Königtum. Hosanna dem Sohne Davids! Kurz darauf erschrecken wir über Verrat, Verleugnung, Verspottung und Vernichtung des ewigen Wortes. In jeder Heiligen Woche feiern wir diese gewaltige Spannung und sind aufgefordert sie auszuhalten und für uns und die Welt fruchtbar zu machen: Wir feiern das letzte Abendmahl. Wir erschrecken über den Verrat des Judas und Jesu Inhaftierung am Grün-donnerstag. Wir sind erschüttert über seine Verurteilung und Nichtung am Karfreitag. Wir sind verzweifelt über die Leere und das Nichts am Karsamstag.

Doch alledem folgt – so sicher wie das Amen in der Kirche – der faszinierende und unglaubliche Moment der Osternacht und des Neuen Morgens. Der Tod ist besiegt. Das Leben, das Licht hat über die Finsternis triumphiert. Christus hat die Herrschaft des Lebens aufgerichtet. Ungeheuerliches geschieht. Wir, die Gemeinde als Ganzes und jeder von uns als unverwechselbares Individuum sind in dieses Drama eingebunden, das nicht als Tragödie enden wird. Wir feiern das Geheimnis, das uns Gottes Liebe schenkt: unser ewiges und unendliches Leben in ihm und mit ihm, das jetzt beginnt.

Eisenkraut – meine Pflanze des Monats

Das ECHTE EISENKRAUT, Verbena officinalis auch Taubenkraut, Katzenblut-kraut, Sagenkraut oder Wunschkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Verbenen (Verbena) gehört. Es ist eine traditionelle Heilpflanze. So lapidar beginnen die meisten Beschreibungen dieses Druiden- und Keltenkrauts.

Sowohl in der Antike im Mittelmeerraum, wie auch in nördlicheren Gefilden, wie schon gesagt, bei den Galliern, galt das Eisenkraut als heilig. Aber schon im alten Ägypten wurde das Eisenkraut bei Zeremonien verwendet und „Träne der Isis“ genannt. Im klassischen Griechenland und im römischen Weltreich diente das Eisenkraut als Kopfschmuck für hohe Würdenträger. Im antiken Attika war es der Göttin der Morgenröte Eos Erigineia zugeordnet und im antiken Rom lag, laut Plinius, Eisenkraut stets bündelweise auf dem Altar des Jupiter, damit gefegt werde. Vermutlich hat das auch gut funktioniert, weil das Eisenkraut sehr hart ist. Wundersame Eigenschaften werden diesem Kraut zugeschrieben. Der Name selbst lässt sich auf die kultische Verwendung dieser Pflanze zurückführen: Sie sollte das beste Mittel gegen Verwundungen durch Eisenwaffen sein, und sie wurde bei der Eisenverhüttung zugesetzt. Besonders in Südeuropa war das Eisenkraut im Aberglauben tief verwurzelt. Heilmittel für alle Kriegswunden war es und es sollte sogar Unsterblichkeit verleihen. In Gallien wurde es von den Druiden fast so hoch eingeschätzt wie die überaus verehrte Mistel. Miraculix braute daraus seinen Wundertrunk, der unbesiegbar machte und der verhinderte dass der kleinen gallischen Gemeinde der „Himmel auf den Kopf fällt“. Im Mittelalter wurde das Eisenkraut als Allheilmittel gegen alle Arten von Krankheiten verwendet. In Wales wurde das Eisenkraut zum Vertreiben böser Geister verwendet und dementsprechend „Teufelsbann“ (Devil’s Bane) genannt. Eisenkraut steht mit den guten Mächten im Bunde!

Das Eisenkraut schätzt sonnige, geschützte Lagen mit mäßig nährstoffreichen und schwach sauren, sandigen Lehm- und Ton-Böden und hat im Sommer einen hohen Wasserbedarf. Sie ist eine unauffällige, aber ausdauernde Pflanze und wächst gerne an Wegen, Hecken und Schuttplätzen. Als Kulturbegleiter ist es seit der Jungsteinzeit in der Nähe von menschlichen Siedlungen nachweisbar. Ein „Menschenfreund“ ist unser Eisenkraut.

Es wurden ihm insbesondere harntreibende, Gallenfluss anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt. Eisen enthält die Pflanze allerdings nicht. Trotz mehrfacher pharmakologischer Untersuchungen aller bekannten Inhaltsstoffe konnte eine eindeutige pharmazeutische Wirkung nicht gesichert nachgewiesen werden. Deshalb werden Eisenkrautpräparate heute, wenn überhaupt, nur noch in der Volksmedizin eingesetzt. Eisenkraut ist wohl aber ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel. Neuere Untersuchungen belegen zudem schlaffördernde sowie nervenschützende Wirkungen der Inhaltsstoffe. Eisenkrauttee ist gebündelte Pflanzenkraft bei Fieber und entzündete Nebenhöhlen. Unsere Altvorderen schrieben ihm darüber hinaus folgende Wirkungen zu: Vertreiben von Schmerzen der Gebärmutter, Heilung von Hauterkrankungen und von Wunden, von Gelbsucht, Dreitagefieber und Viertagefieber sowie von den Folgen von Schlangen- und Hundebissen. Dazu soll die Pflanze mit einem Zeremoniell geerntet werden, bei dem mit Eisen ein Kreis um sie zu ziehen war. Eisenkraut wirkt adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend und schweißtreibend. Eine positive Wirkung auf Atemwege, Verdauungssystem, Stoffwechsel, Harnwege, Nervensystem, Haut und frauenspezifische Beschwerden ist seit alters her bekannt. Viele Menschen verwenden es zur Wundbehandlung sowie zur Behandlung von Hautkrankheiten. Eisenkrauttee benutzt man für Waschungen und Kompressen. Darüber hinaus eignet es sich zur Regulierung des Menstruationszyklus und Anregung des Milchflusses. Mit Beginn des feuchtkalten Herbstwetters haben Erkältungskrankheiten wieder Hochkonjunktur. Dabei können auch die Nasennebenhöhlen in Mitleidenschaft gezogen werden – eine ebenso schmerzhafte wie langwierige Komplikation. Hier hilft Ihnen das altbewährte Eisenkraut, das nur wenigen Therapeuten als Heilkraut bekannt ist. Die Gerbsäuren machen das Kraut zu einer wirksamen, zusammenziehenden Mundspülung bei Zahnfleischbluten und Mundgeschwüren. Das lauwarme Gurgelwasser vermag Halsentzündungen zu lindern. Als Hautlotion oder Kompresse hilft es bei Insektenstichen und blauen Flecken und trägt dazu bei, dass sich Wunden schneller schließen. Als heißer Aufguss treibt das Kräutlein Eisenkraut den Schweiß und eignet sich daher bei Erkältungskrankheiten. Bitterstoffe sind ein gutes Verdauungsmittel. So wird Eisenkraut-Tee seit je gegen Magenbeschwerden aller Art, Durchfall, aber auch Leberschwäche genommen. Eisenkraut fördert die stockende Menstruation und erleichtert Regelbeschwerden. In der Volksmedizin wurde es früher wegen seiner wehenanregenden Inhaltsstoffe zur Erleichterung der Geburt eingesetzt. Aus diesem Grunde soll es in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Während der Stillzeit stimuliert es den Milchfluss. Mit Eisenkraut haben Bakterien und Viren keine Chance! Wissenschaftler der Universitäten Warwick (Australien) und Exeter (Großbritannien) fanden erste Hinweise darauf, dass Eisenkraut gegen Nierensteine hilft. Sie vermuten eine Wirkung der Pflanze aufgrund ihrer basischen und antibakteriellen Eigenschaften.

Ein „Wahnsinns“-Spektrum, das sich da auftut. Nicht Miraculix, Gott sei‘s gedankt!

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard.

Unsere Gottesdienste im März

Freitag,                      03. März, 18°° Uhr: Vesper und Aschesegen, Brunnenhof

1.Fastensonntag,    05. März, 11°° Uhr: Hl. Messe, Aschesegen, Abtei St. Severin

Freitag,                      10. März, 18°° Uhr: Vesper, Brunnenhof

2.Fastensonntag,    12. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,                      17. März, 18°° Uhr: Vesper mit Vesper, Brunnenhof

3.Fastensonntag,    19. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,                       24. März, 18°° Uhr: Vesper, Brunnenhof

4.Fastensonntag, Laetare, 26. März, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Während der Vespern in der Fastenzeit lesen wir die Meditation:  „Die sieben letzten letzten Worte Jesu“ von Karl Rahner.

Email: brunnenhof-kraeuter-und-mehr@t-online.de

GEDENKTAGE unsrer Kirche im März:

  1. Ignatius von Antiochia
  2. Kasimir
  3. Fridolin
  4. Perpetua und Felicitas
  5. Die 40 Märtyrer von Sebaste
  6. Pius Parsch, Romano Guardini & Odo Casel
  7. Gregor der Große
  8. Klemens Maria Hofbauer
  9. Patrik von Irland & Gertrud von Belgien
  10. Cyrill von Jerusalem
  11. Joseph von Nazareth
  12. Benedikt von Nursia
  13. Nikolaus von Flüe
  14. Erzengel Gabriel & Oscar Romero
  15. Verkündigung des Herrn
  16. Johannes von Damaskus & Meister Eckhart
  17. Micha, Prophet
  18. Amos, Prophet

„Ich war krank und ihr habt mich besucht …“ (Mt 25,36) Einladung an Menschen, die durch Alter, Krankheit oder Behinderung in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Wer aufgrund einer individuellen Einschränkung nicht an unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen teilnehmen kann, muss nicht außen vor bleiben. Gleichgültig ob sie selbst eingeschränkt sind, oder Menschen kennen, die sich über einen Besuch freuen würden, sprechen Sie uns an! Wir sind für Sie da! Wir feiern den ganzen Reichtum des Glaubens, der uns in den sieben Sakramenten geschenkt wird! Barmherzigkeit ist für uns kein Fremdwort!

Mein Kraut des Monats: Petersilie

Zuweilen brauchet die Familie als Suppenkraut die Petersilie“  – weiß Wilhelm Busch.

Im alten Griechenland ein Symbol der Festlichkeit und der Freude, wurde Petroselinum crispum im Lauf der Zeit zu einer geschätzten Heil- und Nahrungspflanze. „Petros“ meint „Stein“ und „Felsen“. So verwundert es nicht, dass Hildegard von Bingen den Trank aus diesen Kraut – sei es Wein oder Presssaft – als steintreibend erachtet.  Sie scheint den „Peterling“ sehr zu schätzen, da sie ihn vor allem zur Linderung von Verdauungsstörungen empfiehlt, die von dem „Küchengift Lauch“ hervorgerufen werden, das die Heilige gar nicht schätzt. Nach zwölfeinhalb Jahren Ehe feiert das Jubelpaar die „Petersilien-Hochzeit“. Das satte Grün der Pflanze symbolisiert die Hoffnung und das Schöne der Ehe. Die gekräuselten Blätter hingegen versinnbildlichen die kleinen und die großen Hindernisse, die die Eheleute zu meistern hatten. Und wirklich: Etwas Würze hat noch keiner Beziehung geschadet. Eine englische Volksweisheit meint: „ Petersilie bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd‘!“  Wahr ist’s was der Volksmund zu berichten weiß. Zum einen wirkt das Kraut vor allen bei Mannsbilder sexuell stimulierend. Doch nutzten es auch die Weiberleut, um damit „Hexen- und Flugsalben“ aller Art zu verfeinern. Auch die zweite Aussage des Bonmots ist stimmig. Unerwünschte Nachkommenschaft wurde mittels Wurzeln und Samen des Peterles abgetrieben. In der „Petersiliengasse“ wurde in der beginnenden Neuzeit dieses „Handwerk“ ausgeübt. Reiche Laffen und Herren schickten die Mädchen, mit denen sie ihr Vergnügen gehabt hatten und bei dem mehr als das der „Erfolg“ war, zu Kräuterkundigen, die dort ihrer Arbeit nachgingen. Oftmals aber wurde die Dosis falsch berechnet und Zuviel des Krauts verabreicht. Das Apiol in Wurzel und Samen der Petersilie bewirkt starke Blutungen im Unterleib, die  nicht mehr zu stillen waren. Die Folge: Das arme Mädchen verblutete und kam „unter die Erd‘“.

Neben diesen mehr oder weniger drastischen Geschehnissen bewirkt Petersilie Linderung bei Problemen mit dem „Wasserlassen“, bei mangelndem Appetit und Verdauungsstörungen. Sie fördert die Magen- und Gallensaftausschüttung. Zurzeit nicht aktive Enzyme in unserem Körper werden durch dieses Kraut aus dem Dornröschenschlaf geweckt und beginnen ihr Tun: Sie fangen freie Radikale, die sich in unserem Leitungssystem gebildet haben. Frisch verzehrte Petersilienblätter oder ein „Smoothie“ aus „Stehsalat“ kurbeln wegen ihres enormen Kalium-Gehalts die Nieren und das Ausspülen von überflüssigem Wasser und Stoffwechsel-Endprodukten an. Hauterkrankungen bessern sich und das „Rheumatische“ wird  durch regelmäßigen Petersiliengenuss gelindert. Der hohe Eisen- und Vitamin C-Gehalt (100 g Kraut enthalten 100 mg des Vitamins) tun ihr Übriges für unser Wohlbefinden. Zerquetschtes Grün kühlt kleine Brandwunden und lindert den Zahnschmerz, wenn dieser pünktlich am Wochenende auftritt und der nächste diensthabende Zahnarzt hundert Kilometer entfernt und dann doch auch erst am Montag wieder zu erreichen ist.

Peterle“ soll man an einem Mittwoch säen, an „Johanni“ (24. Juni) oder an „Peter und Paul“, dem 29. Juni, dann bleibt er den ganzen Winter über grün. Das Kräutlein keimt nur sehr langsam. Deshalb erzählte der Volksmund, dass der „Persil“ nach Rom reisen müsse, um sich von Petrus die Erlaubnis zum Aufgehen zu holen. Hilfreich sei es auch, das Pflänzchen lächelnd und mit frohem Herzen zu säen. Alles aber nützt nichts, wenn sie neben einen von den „Lauchs“(Schnitt-, Knoblauch; Zwiebel …) gesät oder gepflanzt wird. Die  mögen einander nicht. Der „Garteneppich“ zieht immer den Kürzeren, das meint: er stirbt. Wenn es denn mit der Aussaat geklappt hat oder das gekaufte Töpfchen gut angewachsen ist, hat das bekannteste aller Würzkräuter in unseren Garten Einzug gehalten. Zwei Jahre wird es uns erfreuen, dann geht es den Weg allen Geschaffenen: es stirbt, aber nicht ohne uns seine reiche Nachkommenschaft zu schenken.

Petersilie – Würzkraft und Heilmacht geschmackvoll verpackt.

Nicht nur darum lade ich Sie ein, die kleinen Speiseverzierungen aus Petersilie zu essen, die zum Standard der Gastronomie gehören.

Das wird Ihnen nur gut tun! Und das jeder „Hinsicht!“

 

Gott befohlen und herzlichst – Euer Pater Gerhard

  

Pater Gerhards Vorträge im März

6. März, 18°° Uhr: „Kräuter für Weiberleit und Mannsbilder“. Immer mehr Zeitgenossen wünschen sich einen ganzheitlichen, gesunden Lebensstil und greifen dabei vermehrt auf das uralte Wissen um Kräuter und Heilpflanzen zurück. Pater Gerhard blättert im großen Buch der Schöpfung, um Interessierten die Geheimnisse aus „Gottes grüner Apotheke“ zu entschlüsseln.“ Vortrag im Berggasthof Höchsten. Mit anschließendem Kräutermenü. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.

  1. März, 19°° Uhr: „Anders Leben – Eine Hinführung zum nicht ganz alltäglichen Fasten“. Irrwitz, absolutes „no-go” in den Hirnen und Vorstellungen der Manager des Wirtschaftsystems ist das, auf was wir uns ganz bewusst einlassen wollen: FASTEN – „hofele tun“ – Bescheidung. Wir hören einen Text von Kräuterpfarrer Künzle und sind aufgerufen, unsere ganz eigenen Wege zu suchen und zu gehen. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.
  1. März, 18:30 Uhr: „ Vom rechten Fasten und gesunden Lebensmitteln“. Vortrag beim Geselligkeitsverein Harthausen.

13.-15. März              „Zeit für mein Leben.“ Kurzexerzitien. Ostern entgegen. Impulse und Stille. 

  1. März, 18°° Uhr: „Von der Heilkraft der Pflanzenknospen“. Winzige Knospen von Sträuchern und Bäumen sind Kraftbündel besonderer Art. Die Energie des Lebens steckt in ihnen. Lernen Sie die Grundlagen der „Gemmo-Therapie“ kennen. Vortrag im Langasthof zur Sonne in Leupolz. Anmeldung direkt dort unter: 07506-9516940.
  1. März, 19°° Uhr: „Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen“. Pflanzliche Hilfsmittel bei Verdauungsbeschwerden. Neben den notwendigen Grundlagen über die Wirkmacht von Heilkräutern werden gezielt Pflanzen aus „Gottes grüner Apotheke“ vorgestellt, die bei Störungen unseres Verdauungssystems hilfreich sein können. Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.
  1. März, 18:30 Uhr: „Räuchern im Jahreskreis und wilde Kräuter“. Vortrag beim Geselligkeitsverein Harthausen
  1. März, 19°° Uhr: „Von der Heilkraft der Pflanzenknospen“. Winzige Knospen von Sträuchern und Bäumen sind Kraftbündel besonderer Art. Die Energie des Lebens steckt in ihnen. Lernen Sie die Grundlagen der „Gemmo-Therapie“ kennen. Im Brunnenhof.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Hass – wie lächerlich

Vergebung kann nur über nur über aufrichtige Reue, Schuldbekenntnis und den klaren Willen zur Umkehr funktionieren. Die Verankerung im Glauben an den einzig wahren Gott bleibt weiterhin die beste „Waffe“ gegen den Hass, um ihn zu verwandeln in Treue zum Leben, zum Recht, zur Gerechtigkeit, in Furcht vor Gott, der das Leben will, nicht den Tod, nicht den Untergang.

Der französische Publizist André Glucksmann schrieb vor gut zehn Jahren in seinem Buch „Hass“ über die Rückkehr einer elementaren Gewalt: „Hasse ich den Hass? Kein Bisschen. Ich habe festgestellt, wie hartnäckig und gewalttätig er ist, vor allem aber, wie rücksichtslos er seinen ihm ursprünglich innewohnenden Willen verfolgt, sich Gott gleich zu machen. Er entscheidet über das Alpha und das Omega der Schöpfung, er glaubt, ihm sei alles erlaubt, er quakt und hüpft wie ein Frosch, der sich für einen donnernden Jupiter hält. Die anständigen Menschen, die aufrichtigen Geistlichen und illusionslosen Realisten kennen ihre Grenzen. Sie brauchen den Hass nicht zu hassen, um sich seinem tödlichen Wahn zu widersetzten und über seine Lächerlichkeit zu lachen.“

Die Gottesdienste im Februar

Freitag,        03. Februar, 18°° Uhr: Vesper, Kerzenweihe & Blasiussegen, Brunnenhof

Sonntag,      05. Februar, 10:30 Uhr; Hl. Messe, Blasiussegen, Ragenreute

Freitag,        10. Februar, 18°° Uhr: Vesper mit Vesper im Brunnenhof

Sonntag,      12. Februar, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Freitag,        17. Februar, 18°° Uhr: Vesper, Brunnenhof

Sonntag,      19. Februar, 11°° Uhr: Hl. Messe, Abtei St. Severin

Freitag,        24. Februar, 18°° Uhr: Vesper im Brunnenhof

Sonntag,      26. Februar, 10:30 Uhr: Hl. Messe, Ragenreute

Pater Gerhards Termine im Februar

  • 6. Februar, 18°° Uhr: „Fasnet & Hexenkräuter“ – und ein nicht ganz ernst gemeinter Ritt auf dem Hexenbesen. Pater Gerhard lädt Sie ein, mit dabei zu sein. Treten Sie ein ins Reich der „Zwielichtigen Kräuter“. Vortrag im Berggasthof Höchsten. Mit anschließendem Kräutermenü. Anmeldung direkt unter: 07555-92100.
  • 8. Februar, 19°° Uhr: „Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen“. Pflanzliche Hilfsmittel bei Verdauungsbeschwerden. Neben den notwendigen Grundlagen über die Wirkmacht von Heilkräutern werden gezielt Pflanzen aus „Gottes grüner Apotheke“ vorgestellt, die bei Störungen unseres Verdauungssystems hilfreich sein können. Vortrag im Gasthof Adler, Ebenweiler.
  • 16. Februar, 19°° Uhr: „Die Welt der Heilkräuter bei Hildegard von Bingen“. Die Aufzeichnungen der ‚ersten schreibenden Ärztin’, einer der großen und weisen Frauengestalten des Mittelalters, ihre ‚Physica’, stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen von Pater Gerhard. Welche Eigenschaften, Nutzen und Wirkmacht spricht sie den Pflanzen zu und wie verhelfen uns diese uns dazu uns einem gesünderen Leben zuzuwenden? Auf diese Fragen soll diese „Exkursion“ Antworten geben. Vortrag in der Weinstube Kernler, Krauchenwies. Anmeldung: 07576-1854.
  • 22. Februar, 19°° Uhr: „Kräuter der Kloster-Heil-Kunde“. In diesem Vortrag vermittelt Pater Gerhard, auf der Basis der klösterlichen Tradition, auch das Kräuterwissen unserer Zeit. Einem kurzen geschichtlichen Überblick folgt die ausführliche Darstellung einiger ausgewählten Pflanzen, wie wir sie im Hortulus des Walahfrid Strabo und den Aufzeichnungen des Klosterbruders Odo von Meung finden. Zeitgenössische Aussagen über die Wirkmacht dieser Kräuter runden diesen Vortrag ab. Vortrag im Brunnenhof.

Auch für die Termine in Ebenweiler (Gasthof Adler / Brunnenhof) gilt: bitte anmelden! (07584 – 3233)

Freud und Leid,

Lachen und Weinen alles hat seine Zeit, wie wir es seit uralten Zeiten „wissen“.

Für uns „Trotz alledem“-Christen, für uns „Dennoch“-Christen ist das kein riskantes Spiel. Ein Widerspruch ist’s, den wir aushalten müssen. Widersprüchlich offenbart sich unser Gott und wir dürfen das austragen und aushalten. Liebevoll und wie Freudenrausch und doch auch furchterregend und unergründlich tief, so ist Gott. Alles. Schatten und Licht. Bombenhagel und Freudenfest. Grauen und Vertrauen. Alles ist da, ist gegenwärtig. Und wir sind mittendrin. Gefangen darin ist auch jede Rede über das Religiöse.

Du musst nicht lange in der Bibel zu blättern, um von Brudermördern, Ehebrechern und Verrückten zu erfahren. Himmelschreiendes – auch über unseren Gott – erfahren wir.

Aber dem Bösen, das aus allen Ecken lugt, setzen die biblischen Autoren einen nie versiegenden Strom von Hoffnungsbildern und Verheißungen entgegen. Vom „Licht für die Völker“, von der Herrlichkeit ist die Rede, vom Heil, das keinem Terror weichen wird. Und den Gipfel dieser Frohen Botschaft bildet im Neuen Testament die Aussage, dass ER, der Gesalbte, der Sohn Gottes ist, dass ER „Gottes letztes Wort“ an uns ist.

Neu buchstabiert wird durch ihn, den Gekreuzigten und Auferstandenen, die Liebe Gottes, sein Wesen.

Sehr kühn und gewagt ist dies. Hoffnung gegen allen Anschein.

Nur diese Botschaft halten wir in Händen – sonst nichts!

Uns bleibt am Ende dieses Erdenwegs nur die eine Tür: durch Kreuz, den Tod hindurch geht es zur Auferstehung.

Und uns dämmert, dass das Reich Gottes, das Jesus, der Gesalbte, verkündet hat, in der Tat nicht von dieser Welt ist.

Es hat keine Kanonen, keine Bomber, keine Grenzen, nicht einmal Paläste und Tempel, geschweige denn Steuerlisten.

„Fürchte dich nicht!“ „Freu dich!“, das sind die Ansagen. Das ist  die Wegweisung für sein Reich, für unser Leben.

Wir sind eingeladen, in den Tugenden von Glaube, Hoffnung und Liebe zu wachsen. Dabei wir uns klar werden, aufleuchten wird dann auch die Einsicht, dass wir alle „nur Gast auf Erden sind“.

Bewährung ist unsere Zeit, nicht Erfüllung.

Und deshalb ist Freude, sind Rosen aber auch Weihrauch gerechtfertigt.

Allsamt verweisen sie auf das Licht, das von keiner Dunkelheit erfasst werden kann.

Sie sind Zeichen für das Leise und das Wertvolle, für die bleibende Hoffnung, dass wir selbst alle Kinder, Töchter und Söhne Gottes sind.

Pater Gerhard Seidler

Kraut des Monats – Lavendel

Was Rosmarin für den Geist, ist Lavendel für die Seele“. So lautet ein altes Sprichwort. Volkstümliche Namen wie „Balsamkraut“, „Hirnkraut“ oder „Nervenkräutl“  belegen dies eindrucksvoll.

Der „Echte Lavendel(Lavandula angustifolia, auch Lavandula officinalis oder  Lavandula vera genannt) gehört zu den Klassikern der Heilpflanzen. Von Bedeutung sind ebenfalls Speik-Lavendel und der sogenannte Lavandin, eine Mischung der beiden vorgenannten Sorten.  Zu seinen mediterranen Verwandten zählen unter anderem Salbei, Rosmarin und Thymian. Im Namen des Kräutleins wird Wesentliches ausgesagt. Das lateinische Verb „lavare“ meint „waschen“. Lavendel wie auch Salbei und Ysop zähle ich deshalb zu den Waschkräutern. Noch eine Eigenschaft gilt es vorab festzuhalten: Lavendel wird von keinem Schädling befallen. Wir alle kennen Lavendelsäckchen, die unsere Kleidung vor Motten schützen sollen, und in Alkohol gelöst vertreibt das Kraut Insekten die uns umschwirren, „wie Motten das Licht“, die uns stechen und zum Kratzen reizen. Rund dreißig Lavendel-Arten lassen sich unterscheiden. Dazu kommt noch eine Vielzahl an Sorten die des Gärtners Fleiß geschaffen hat. Heimat des Lavendels sind ursprünglich die Küstenregionen des Mittelmeer-raums. Dort kommt er an trockenen, warmen Hängen weit verbreitet vor.  Er wächst an trockenen und felsigen Hängen, vereinzelt bis an die Waldgrenze. Lavendel ist die charakteristische Pflanze der Hoch-Provence; die großen Lavendelfelder sind ein touristisches Ziel. Festzuhalten gilt: Je kälter die Gegend, desto geruchärmer der Lavendel. Benediktiner-Mönche waren es, die ihn in unseren Gefilden nördlich der Alpen eingeführt haben.

Allerdings sucht man ihn in den bekannten Schriften der großen Heilkundigen und Hochkulturen der Antike vergebens. Schriftlich erwähnt wird er erst im frühen Mittelalter durch Hildegard von Bingen, die ihn in ihrem „Physica“ als wärmend und trocknend beschreibt, aber ausdrücklich vor der inneren Anwendung warnt. Im „Macer floridus“, in dem der französische Benediktiner Odo von Meung bereits mehrere Arten von Lavendel beschreibt, gibt es allerdings auch Hinweise auf innere Anwendung. Im Mittelalter wurde dem Lavendel im Volksmund u.a. auch der Name „Muttergottespflanze“ gegeben. Er sollte Dämonen fern halten, aber auch „unkeusche Gelüste“ abwehren. Ob diese Mythen dazu beitrugen, dass er seit dem 16 Jahrhundert Einzug in die Bauerngärten hielt, ist allerdings nicht belegt. Doch allein die Färbung von Laub und Blüte und der betörende Duft sind ausreichend Argumente für die Anpflanzung im Garten. Doch nun zurück zum eingangs zitierten Sprichwort: „Was Rosmarin für den Geist, ist Lavendel für die Seele“.

Schon seit Jahrhunderten gilt Lavendel als „Balsam für die Seele“. Angst, Unruhezustände, Ein- und Durchschlafstörungen, nervöse Magen- und Darm-beschwerden und manches mehr kann mit den duftenden Blüten und Blättern kuriert werden. Wenn wir Lavendel nutzen, schaffen wir Momente „außerhalb der Zeit“, beruhigende und sanfte Augenblicke, die nicht nur unseren Körper und Geist, sondern eben auch unsere Seele reinigen.

Der kleine „Große“ aus der Provence beruhigt und zentriert ohne zu ermüden. Nachweislich hilft Lavendelöl in der Palliativmedizin und bei der Sterbebegleitung. Es wirkt beruhigend für den Sterbenden, wie auch für die Begleiter und die Angehörigen.

Lavendel wirkt darüber hinaus entzündungshemmend, antimikrobiell, antibakteriell, krampflösend und antiseptisch. Frische, mit ätherischem Lavendelöl behandelte Wunden eitern nicht und auch die Schmerzen verschwinden daraufhin rasch. In der Volksmedizin gelten die Blüten als harntreibendes Mittel und als hilfreich bei Fäulnis- und Gärungsprozessen im Darm.

Äußerlich angewendet wirken Einreibungen entkrampfend und muskelentspannend. Das Öl hilft bei rheumatischen Beschwerden, Kopfschmerzen und Migräne und vermag sorgenvolle Gedanken aufzulösen. Portugiesische Forscher konnten zeigen, dass Lavendelöl bereits in geringen Konzentrationen verschiedene Hefe- (Candida-Spezies) und Fadenpilze abtötet, die beim Menschen Haut- und Nagelpilzerkrankungen verursachen können

Köche stellen aus den duftenden Blüten Lavendelbutter, Lavendelsahne und weitere Süßspeisen her. Aromatisieren Sie doch einmal Vanilleeis mit zwei / drei Lavendelblüten oder Lavendelzucker, mit dem Sie auch Fleisch, Fisch und Gemüse karamellisieren können! Konfitüre, Pudding aber auch herzhaftes vom Grill, Wild oder Fisch sowie Salat profitieren von diesem Geschmack. Bei allem aber bedenken Sie: Weniger ist mehr!

Wer dies beachtet, eröffnet sich einen duftenden Schatz.

Herzlichst  Euer Pater Gerhard.